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Der Morgen der Welt

Geschichte der Renaissance

Die Renaissance war eine Revolution, die erst Europa und dann die ganze Welt für immer veränderte. In seinem grandios erzählten Buch entfaltet Bernd Roeck ein beeindruckendes Panorama dieser dramatischen Epoche. Zugleich erklärt er im Horizont der Globalgeschichte, wieso es in Europa zu dieser einzigartigen Verdichtung von weltbewegenden Ideen, spektakulären Entdeckungen und historischen Umwälzungen kommen konnte. Um die Wurzeln der Renaissance freizulegen, blickt Bernd Roeck weit ins Mittelalter und die Antike zurück – und weit über die Grenzen Europas hinaus. Mit analytischer Schärfe und darstellerischem Glanz lässt er die Epoche vor den Augen des Lesers auferstehen: die grosse Kunst, die unter Italiens Himmel entstand, und die Ideen der Humanisten ebenso wie die Religionskriege und die Anfänge der Unterwerfung fremder Erdteile. Er erzählt von Kaufleuten und Dichtern, Kaisern und Päpsten, klugen Frauen und monströsen Männern, von den Grossen der Zeit und den Kleinen, die fern der Paläste mit Krankheit und Hunger kämpften. Schliesslich zeigt dieses Opus magnum, dass die Renaissance mit ihren Innovationen nicht nur Sehnsuchtsorte der Schönheit und des Geistes schuf, sondern auch die Fundamente für unsere moderne Welt.
Portrait

Bernd Roeck ist seit 1999 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Zürich und einer der besten Kenner der europäischen Renaissance.
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  • 1. Europas grosses Gespräch 

    I. Grundlagen: Von den Anfängen bis zur Jahrtausendwende


    Eurasien und das griechisch-römische Erbe


    2. Vom Glück der Geographie 

    3. Griechenland: Gedankenflüge und Kritik 

    4. Rom: Weltmacht und Mythos 

    5. Erbschaften 

    Überlieferungen, Übertragungen



    6. Neue Mächte, schreibende Mönche 

    7. Erste Wiedergeburten, Ringen um Ordnung 

    8. Arabischer Frühling, byzantinischer Spätsommer 

    II. Entfaltung der Möglichkeiten: 1000–1400

    Wendezeiten


    9. Die Mitten der Welt: Indien, Japan, China 

    10. Take-off unter der Sonne 

    11. Lateineuropas Weltordnung zerbricht  

    12. Vertikalen, Horizontalen 

    13. Anfänge einer «grossen Divergenz» 

    14. Erste «Renaissancen» 

    15. Neue Horizonte, neue Dinge 

    Erste Lichter, die Kälte und der Tod: Das 14. Jahrhundert



    16. Italienische Ouvertüre 

    17. Mentalitätsbruch 

    18. Vor der grossen Renaissance 

    19. Abend im Morgenland 

    III. Verwirklichung der Möglichkeiten: 1400–1600

    Künstler und Humanisten, Kriege und Konzilien: 1400–1450


    20. Florenz im Morgenlicht 

    21. Von Konstanz nach Konstantinopel 

    22. Die Diskursrevolution entlässt ihre Kinder 

    Konkurrenz und Kreativität: 1450–1500



    23. «Le tens revient» 

    24. Medienrevolution 

    25. Neue Welten

    26. Hexen, Hochfinanz und Staatsgewalt 

    «Hochrenaissance»



    27. Die Stunde der Staatsräson 

    28. Reisen nach Utopia, Kunstwelten 

    29. Südwind: Die Renaissance erobert Europa 

    Neue Reiche, neues Wissen, Glaubensspaltung



    30. Imperien und Weltherrscher 

    31. Religionsrevolution 

    32. Revolution der Himmelssphären 

    33. Die grosse Kette des Seins 

    34. Die Zergliederung des Menschen 

    Eisige Zeiten



    35. Europäische Tableaus I: Westeuropa – Konfessionen, Kriege, Zukunftsländer 

    36. Europäische Tableaus II: Der Norden, der Osten, die Mitte und Italien 

    37. Jenseits der Säulen des Herkules 

    38. Herbst der Renaissance 

    Wissenschaftsrevolution



    39. Beobachten, experimentieren, rechnen 

    40. Sonnenaufgang im Westen 

    Vor der Moderne



    41. Im Zeitalter des Leviathan 

    42. Die Weltmaschine 

    43. Archäologie des Neuen 

    IV. Ausblicke: Der «Westen» und der Rest



    44. Vertikalen, himmelhoch 

    45. Pastoralmacht: Staat, Gesellschaft, Religion 

    46. Verwehte Kulturen, eigensinnige Staaten 

    47. Warum nicht China? 

    48. Tiefe Geschichte: Echolote 

    49. Epilog 

    Anhang

    Nachwort 

    Anmerkungen 

    Abkürzungen 

    Quellen und Literatur 

    Bildnachweis 

    Personenregister

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 1304
Erscheinungsdatum 22.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-69876-7
Reihe Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 23/15.5/6.8 cm
Gewicht 1589 g
Abbildungen mit 115 Abbildungen, davon 32 in Farbe
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 24723
Buch (gebundene Ausgabe)
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Eine Reise zum Aufbruch Europas
von einer Kundin/einem Kunden am 14.05.2018

Bernd Roeck, ein in Augsburg geborener Historiker mit Lehrstuhl in Zürich, hat mit seinem Buch „Der Morgen der Welt“ ein umfangreiches Werk zur Geschichte der Renaissance abgeliefert. Schon Herfried Münkler wies auf den immensen Umfang des Buches hin. Aber es ist nicht allein der Umfang, der das Lesen sperrig werden lässt. In Ab... Bernd Roeck, ein in Augsburg geborener Historiker mit Lehrstuhl in Zürich, hat mit seinem Buch „Der Morgen der Welt“ ein umfangreiches Werk zur Geschichte der Renaissance abgeliefert. Schon Herfried Münkler wies auf den immensen Umfang des Buches hin. Aber es ist nicht allein der Umfang, der das Lesen sperrig werden lässt. In Abwandlung einer vielzitierten Redewendung, heißt es bei Bernd Roeck: „Wollen wir wissen, wie wir wurden und was wir sind, sind weite Reisen zu absolvieren.“ Von dieser Reise, die uns ein Bild von der Renaissance liefern soll, möchte uns Bernd Roeck berichten, indem er vom Einfluss der Antike und von den technischen Neuerungen - z. B. vom Buchdruck - erzählt, aber auch indem er die Bedeutung des Gesprächs und der Diskussion hervorhebt. Bernd Roecks Anliegen ist es, das einzigartige, territoriale Gebilde zu verstehen, das heute als Europa bezeichnet wird. Wie der Titel des Buches suggeriert - samt der Morgenröte, mit der Europa die Welt erleuchtet -, möchte er die einflussreiche Stellung Europas neben den anderen Kulturen in der Welt ergründen, in dem er von den revolutionären Umbrüchen und Neuerungen berichtet, die in der Renaissance stattfanden. Es bleibt aber die berechtigte Frage, ob sich Bernd Roecks „Reisebericht“ allein auf das Berichten beschränkt und sich dem Richten und der Beurteilung enthält, wie er in der Einleitung seines Buches formuliert. Trotz des Umfangs, hat Bernd Roeck ein leicht lesbares Buch geschrieben. Ob wir allerdings etwas über uns erfahren, wenn wir in die Vergangenheit reisen, sei dahingestellt und den Blinden und Tauben überlassen.