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Der Großinquisitor

MP3 Format, Lesung

Sevilla, 15. Jahrhundert: Vor den Augen der Öffentlichkeit sollen hundert Ketzer verbrannt werden, da erscheint Jesus unter den Zuschauern und vollbringt ein Wunder. Als der Grossinquisitor ihn erkennt, lässt er ihn ins Verlies sperren. Um Mitternacht findet er sich zu einem Verhör ein, das zu einem Monolog über die Verfasstheit der Menschen gerät. Die Parabel »Der Grossinquisitor« verhandelt die grundsätzlichen Fragen über Freiheit, Glaube, Liebe und Vergebung und entfaltete nach Veröffentlichung eine grosse Wirkungsmacht. Günter Einbrodt liest dieses aussergewöhnliche literarische Kleinod.

Lesung mit Günter Einbrodt
1 mp3-CD | ca. 49 min
Portrait
GÜNTER EINBRODT spielte die grossen Rollen in den Inszenierungen von George Tabori, u.a. den Hamlet in der Produktion von 1978 und den Hitler in der hochgelobten Farce »Mein Kampf«. Von 2002 bis 2004 war Einbrodt Institutsleiter am Max Reinhardt Seminar. Dem Fernsehpublikum ist er durch seine Auftritte im »Tatort« bekannt.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Günter Einbrodt
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 08.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783742402097
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 49 Minuten
Übersetzer Rudolf Kassner
Hörbuch (MP3-CD)
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Fr. 15.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Kurze Geschichte, viel Inhalt!
von Zitronenblau am 16.03.2008
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Geschichte versteht man im Wesentlichen schon. Jesus kommt zurück auf Erden und wird prompt vom Großinquisitor nach einer langen "Ansage" fortgeschickt. Die Bezüge sind für den Laien nicht nachvollziehbar, aber einiges an Kritik lässt sich dem Ganzen doch entnehmen: der Materialismus des Menschen, der Vergleich mit Höherem (... Die Geschichte versteht man im Wesentlichen schon. Jesus kommt zurück auf Erden und wird prompt vom Großinquisitor nach einer langen "Ansage" fortgeschickt. Die Bezüge sind für den Laien nicht nachvollziehbar, aber einiges an Kritik lässt sich dem Ganzen doch entnehmen: der Materialismus des Menschen, der Vergleich mit Höherem (und seien es Götzen - bis hin zu ihrer Anbetung) sowie das Streben nach Einbindung in gemeinschaftliche Organisationen/Bewegungen. Kritik muss hier aber positiv wie negativ gesehen werden. So wie Jesus und Großinquisitor. Da ein Laie hier kein Vergnügen finden wird und entweder interessiert oder aber D.-Fan sein muss: 3 Sterne!

ein überwältigender Dialog
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 03.11.2005
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

... auch wenn es so aussieht als ob nur einer spricht. Der Großinquisitor ist und bleibt ein Kapitel aus Dostojewskijs Die Brüder Karamasow. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Werken der Literaturgeschichte vermag er für sich selbst zu stehen. Die Dichtung vom Großinquisitor ist im Grunde ein Dialog im Dialog der beiden Brüd... ... auch wenn es so aussieht als ob nur einer spricht. Der Großinquisitor ist und bleibt ein Kapitel aus Dostojewskijs Die Brüder Karamasow. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Werken der Literaturgeschichte vermag er für sich selbst zu stehen. Die Dichtung vom Großinquisitor ist im Grunde ein Dialog im Dialog der beiden Brüder Iwan und Alosha Karamasow. Iwan teilt seinem Bruder mit dass er sich eine Dichtung erdacht hat, die er ihm gerne vortragen möchte und diese Dichtung ist die Geschichte vom Großinquisitor. Die Geschichte beginnt damit, dass Jesus unter die Menschen zurückgekehrt ist und das zur Zeit der spanischen Inquisition. Er trifft dort auf den greisen Großinquisitor, der ihn höchstpersönlich zu seinem Gefangenen macht und dem Scheiterhaufen überantworten möchte. Doch zuvor möchte der Großinquisitor den gefangenen Jesus noch verhören, wenn er ihn auch dabei kein Wort sprechen lässt, was auch nicht nötig ist, denn er hatte zu seiner Zeit bereits ja alles gesagt was wichtig ist, wie der Großinquisitor dies auch anführt. Er hält ihm vor, seine Kirche im Stich gelassen zu haben und dass es nun an ihm und den Klerus ist die Kirche und damit die Menschheit unter Kontrolle zu halten, denn ohne sie wäre der Mensch ja nicht fähig zu leben. Freiheit, so der alternde Mann, sei nicht in der Natur des Menschen verankert, sie würde nur Chaos verursachen. Menschen brauchen Hirten, denn sie sind wie Schafe und so müssen eben jene Kardinäle und Inquisitoren die schwere Bürde auf sich nehmen über die Menschen zu richten. Dostojewskij erlaubt mit seiner Dichtung hierbei tiefe Einblicke in das menschliche Wesen und stellt unverblümt die dunkelsten Abgründe unserer Lebensphilosophie dar. Sein tiefgründiger Blick auf die chaotischen Grundlagen des Menschen mag ihm dann wohl auch den Titel des grausamen Philosophen eingebracht haben. Am Besten sollte man dieses Buch selbst lesen, denn nur dann wird man es gegebenenfalls verstehen und zu schätzen wissen oder auch nicht.