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Der Kameramörder

Roman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2002

Mit seiner Lebensgefährtin besucht der Erzähler ein befreundetes Paar in der Steiermark. In den Medien wird über einen Doppelmord an zwei Kindern berichtet, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll. Und während die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her pendeln, wird ganz in ihrer Nähe fieberhaft nach dem Mörder gesucht.

»Wo Glavinic steht, das wissen wir nach diesem Buch: in der ersten Reihe der deutschsprachigen Literatur.«
Daniel Kehlmann, Literaturen
Portrait
Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren. Sein erster Roman ›Carl Haffners Liebe zum Unentschieden‹ erschien 1998. Danach folgten u.a. die Romane ›Der Kameramörder‹, der mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde, ›Wie man leben soll‹ und ›Die Arbeit der Nacht‹. ›Das bin doch ich‹ stand 2007 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen die Romane ›Das grössere Wunder‹ und ›Der Jonas-Komplex‹. Zahlreiche seiner Romane wurden für die Bühne adaptiert und verfilmt. Seine Werke sind in 20 Sprachen übersetzt. Thomas Glavinic lebt in Wien und Rom.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 23.11.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-29737-5
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12.3/1.5 cm
Gewicht 144 g
Auflage 3
Verkaufsrang 32981
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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17 Bewertungen
Übersicht
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Protokoll eines Doppelmordes
von einer Kundin/einem Kunden am 04.12.2018

Ein grausamer Doppelmord hält vier Osterurlauber in Atem: während die Welt um sie herum den Mörder sucht, wird die Tat zum Medienereignis, das akribisch verfolgt wird. Ein ungewöhnlicher Krimi, intelligent komponiert, protokollarisch nüchtern aus ungewöhnlicher Perspektive erzählt, nahezu emotionslos kühl. Und mit einem Ende, da... Ein grausamer Doppelmord hält vier Osterurlauber in Atem: während die Welt um sie herum den Mörder sucht, wird die Tat zum Medienereignis, das akribisch verfolgt wird. Ein ungewöhnlicher Krimi, intelligent komponiert, protokollarisch nüchtern aus ungewöhnlicher Perspektive erzählt, nahezu emotionslos kühl. Und mit einem Ende, das einem das Blut in den Adern gefrieren läßt!

Mord und was dieser auslösen kann. Ein Spannungsroman mit überraschender Auflösung und ungewöhnlichem Schreibstil; leider fehlt das Motiv.
von Pink Anemone aus Wien am 11.04.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

"Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben." Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufge... "Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben." Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Einerseits angewidert, andererseits fasziniert kommentieren sie dabei Handlungsweise der Medien. Draußen, in der echten Welt, wird gleichzeitig fieberhaft nach dem Mörder gesucht. Ein ebenso verstörender wie atemraubender Kriminalroman...(Klappentext) ------------------------------------------ Als Leser verfolgt man mit Spannung die Suche nach dem Mörder aus der Sicht des Ich-Erzählers. Dieser befindet sich mit seiner Lebensgefährtin auf Osterbesuch bei Freunden in der Weststeiermark. In der Nähe geschah ein furchtbarer Mord an zwei Kindern, welcher vom Mörder gefilmt wurde. Dieses Video gelangte an die Meiden und löste mit dem Mord einen regelrechten Dominoeffekt aus. Dieser beinhaltet Kritik an den Medien, der Kirche, sowie an der Sensationsgier der Menschen. Man fragt sich was davon schrecklicher ist - der Mord, das Snuff-Video, wie daraus eine regelrechte Show veranstaltet wird, der daraus resultierende Quotenkampf, oder die Sensationsgeilheit der Menschen. Und dann die erschreckende Erkenntnis, daß man damit einen Spiegel vorgehalten bekommt und sich selbst darin erkennt - mehr oder weniger ausgeprägt. Aufgrund der Thematik ist dieser Roman nichts für schwache Nerven, da man sich mit dem Protagonisten das Video in den Nachrichten ansieht. Dies alles erfolgt zwar nicht in typischer Glavinic-Manier, jedoch trotzdem in einem ungewöhnlichem Schreibstil - ohne Dialoge und Absätze (also in einer Wurscht geschrieben), sondern in Form einer Niederschrift des Ich-Erzählers. Dieser erzählt dies in einem erschreckend nüchternem Ton und etwas holprig, was jedoch vom Autor so beabsichtigt ist. Es ist als ob man selbst vor dem TV sitzt, den Nachrichten folgt und dem eigenen Voyeurismus fröhnt. Die Auflösung war für mich überraschend, da ich jemand ganz anderen auf dem Schirm hatte. Was mir jedoch dann fehlte war das Motiv, was ihn dazu bewegt hat, ob er dies schon öfters gemacht hat und wie er das hinbekommen hat, dass es keiner in seiner Umgebung merkt. Quasi ein kleines Psychogramm des Täters. Für mich war es daher dann ein etwas unbefriedigendes Ende. Fazit: Ein durchaus lesenswerter Roman, der Kritik an den Medien, der Kirche und der Sensationsgier übt, jedoch nichts für schwache Nerven. Nur mit dem Ende war ich etwas unzufrieden. Absolute Leseempfehlung für einen schon etwas älteren Glavinic.

Sachlich und präzise!
von Katrin Mayer aus Linz, Lentia am 12.05.2014
Bewertet: Taschenbuch

Die Geschichte trifft den Nerv unserer Zeit. Alleine schon die authentischen Sprache und die Erzählweise des Autors, wie er die Spannung bis zum überraschenden Schluss durchzieht, ist einfach genial. Eines der wenigen Bücher die mich in letzter Zeit wirklich umgehauen haben. Der Ich-Erzähler verbringt mit seiner Freundin die Os... Die Geschichte trifft den Nerv unserer Zeit. Alleine schon die authentischen Sprache und die Erzählweise des Autors, wie er die Spannung bis zum überraschenden Schluss durchzieht, ist einfach genial. Eines der wenigen Bücher die mich in letzter Zeit wirklich umgehauen haben. Der Ich-Erzähler verbringt mit seiner Freundin die Osterfeiertage bei einem befreundeten Pärchen in der westlichen Steiermark. Ganz in der Nähe ist ein Mord passiert. Während die Fahndung läuft sitzen die zwei Paare vor dem Fernsehen und essen. Der Mörder hat seine Tat mit der Videokamera aufgenommen (er hat zwei Kinder gezwungen von einem hohen Baum zu springen) und das Videoband wird gefunden. Natürlich findet sich rasch ein Privatsender der es austrahlen will. Es kommt zu Protesten der Zuschauer, währenddessen geht die Mörderjagd weiter. Die Spannung wird dabei gar nicht so sehr durch das was Geschehene aufgebaut sondern viel mehr durch die Sprache des (Ich-)Erzählers, die nicht anders als emotionslos und sachlich genannt werden kann. Trotzdem zieht sie einen in den Bann. Unbedingt lesen!