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Im Herzen der Gewalt

Roman

Édouard Louis

(6)
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Beschreibung

In seinem autobiographischen Roman >Im Herzen der Gewalt< rekonstruiert der französische Bestsellerautor Édouard Louis die Geschehnisse einer dramatischen Nacht, die sein Leben auf den Kopf stellt.

Auf der Pariser Place de la République begegnet Édouard in einer Dezembernacht einem jungen Mann. Eigentlich will er nach Hause, aber sie kommen ins Gespräch. Es ist schnell klar, es ist eine spontane Begegnung, Édouard nimmt ihn, Reda, einen Immigrantensohn mit Wurzeln in Algerien, mit in seine kleine Wohnung. Aber was als zarter Flirt beginnt, schlägt um in eine Nacht, an deren Ende Reda Édouard mit einer Waffe bedrohen wird.
Indem er von Kindheit, Begehren, Migration und Rassismus erzählt, macht Louis unsichtbare Formen der Gewalt sichtbar. Ein Roman, der wie schon >Das Ende von Eddy< mitten ins Herz unserer Gegenwart zielt - politisch, mitreissend, hellwach.

Die Virtuosität mit der Louis die Deutungen gegeneinanderstellt, ist eindrucksvoll; die Selbstironie […] hat einen sardonischen Vergnügungswert.

Édouard Louis

Édouard Louis wurde 1991 geboren. Sein autobiographischer Debütroman »Das Ende von Eddy«, in dem er von seiner Kindheit und Flucht aus prekärsten Verhältnissen in einem nordfranzösischen Dorf erzählt, sorgte 2015 für grosses Aufsehen. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller und machte Louis zum literarischen Shootingstar. Sein zweiter Roman »Im Herzen der Gewalt« erschien 2016 und wird verfilmt. Édouard Louis' Bücher erscheinen in 30 Ländern. Im Sommer 2018 war er Samuel Fischer-Gastprofessor an der Freie Universität Berlin, wo er den Begriff der »konfrontativen Literatur« prägte. Zur selben Zeit adaptierte Thomas Ostermeier den Roman »Im Herzen der Gewalt« für die Schaubühne Berlin. Édouard Louis lebt in Paris.


Hinrich Schmidt-Henkel

Hinrich Schmidt-Henkel übersetzt seit 1987 Belletristik und Theaterstücke aus dem Französischen, Italienischen und Norwegischen, darunter Werke von Jon Fosse, Henrik Ibsen, Jean Echenoz, Louis-Ferdinand Céline, Stefano Benni und Massimo Carlotto. Er ist u.a. Träger des Jane-Scatcherd-Preises der Ledig-Rowohlt-Stiftung, des Paul-Celan-Preises und des Deutschen Jugendliteraturpreises.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783104902654
Verlag Fischer E-Books
Originaltitel Histoire de la Violence
Dateigröße 998 KB
Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel
Verkaufsrang 40874

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Nichts für schwache Nerven.
von einer Kundin/einem Kunden am 25.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Gerade weil es ein autobiografischer Bericht ist. Sprachlich brillant und raffiniert konstruiert lässt er uns in sein Innerstes gucken.

Verstörend!
von einer Kundin/einem Kunden am 08.01.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieser Roman ist nichts für Zartbesaitete. Édouard Louis schildert die traumatischen Ereignisse einer Begegnung innerhalb einer Nacht, die seinen Protagonisten vollkommen brechen: die Tat grausam, die Details verstörend, die Sprache intensiv. Dies alles gipfelt in den verzweifelten Versuchen des Opfers die Tage danach zu überste... Dieser Roman ist nichts für Zartbesaitete. Édouard Louis schildert die traumatischen Ereignisse einer Begegnung innerhalb einer Nacht, die seinen Protagonisten vollkommen brechen: die Tat grausam, die Details verstörend, die Sprache intensiv. Dies alles gipfelt in den verzweifelten Versuchen des Opfers die Tage danach zu überstehen, das Leben weiterzuleben. Doch eines ist nach der beklemmenden Lektüre von "Im Herzen der Gewalt" sicher: Das Leben danach wird nicht mehr so sein wie es war und das Wort 'Gewalt' gewinnt in diesem Roman eine beängstigende Größe. Hier sollte man wissen, worauf man sich einlässt. Dieses Buch muss man lesen wollen. Einmal genügt.

Wenn Worte für das Unaussprechliche fehlen
von einer Kundin/einem Kunden am 07.01.2018

Eddy, der Hauptprotagonist in dieser Geschichte ist in Paris auf dem Nachhauseweg von einem Weihnachtsessen. Hier wird er von einem jungen Mann angesprochen und trotz seiner Vorbehalte, nimmt er den aufdringlich wirkenden jungen Mann mit heim. Von einem Flirt der in Gewalt endet, handelt dieses Buch; von einem Morgen danach, wo ... Eddy, der Hauptprotagonist in dieser Geschichte ist in Paris auf dem Nachhauseweg von einem Weihnachtsessen. Hier wird er von einem jungen Mann angesprochen und trotz seiner Vorbehalte, nimmt er den aufdringlich wirkenden jungen Mann mit heim. Von einem Flirt der in Gewalt endet, handelt dieses Buch; von einem Morgen danach, wo Worte für das Unaussprechliche fehlen; wo trotz intensiven Benutzen von Reinigungsmittel, der Ekel sich nicht wegwischen lässt. Im Herzen der Gewalt ist der zweite Roman von Éduard Louis. Mit seinem Debütroman avancierte er zum Shootingstar der französischen Literaturszene. Geschuldet ist es wohl auch dem sehr jungen Alter des Schriftstellers, denn nur mit 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben. Man muss hier zwar den ersten nicht gelesen haben um sich im zweiten Roman zurecht zu finden, liest man aber nun - Im Herzen der Gewalt - im Kontext des ersten, begreift der Leser, dass Paris für Eddy oder Éduard nur scheinbar ein Befreiungsschlag war. Das enge Korsett von Gewalt, Homophobie und Rassismus im Alltag im Dorf Hallencourt, in der Picardie hat er nur oberflächig hinter sich gelassen. Als er seine Schwester belauscht, die ihrem Mann das Unsagbare erzählt, dass Eddy widerfahren ist, wird dem aufmerksamen Leser - er möge mein Vorweggreifen des Inhaltes verzeihen - klar, dass man seiner Kindheit nicht entkommt und Eddy, so schrecklich es sich auch anhören mag, einen Teil der Gewalt, der Homophobie und des Rassismus nicht entfliehen kann. Lange bevor die #metoo Debatte weltweit eine Solidarisierung mit den Opfern von sexueller Gewalt und eine weltweite Debatte über den Missbrauch losgetreten hat, schrieb also Édouard Louis in sehr nüchternen, beinahe in analytischen Sätzen einen Roman der von einer für ihm sehr verhängnisvollen Begegnung mit einem anderen Mann handelt. Ihm gelingt es, die Geschichte in ihrer ganzen Grausamkeit zu schildern und die Ohnmacht gegenüber seines Peinigers und die schamvolle Auseinandersetzung mit Polizei und Mitarbeitern von Krankenhäusern wahrhaft zu schildern. Wer bislang seinen ersten Roman noch nicht gelesen hat, sollte es spätestens jetzt nachholen.

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