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Zeit der Schwalben

Ein Sommer, der alles verändert
Es ist ein goldener Sommer im England der späten 50er Jahre: Die 16-jährige Elizabeth ist begeistert von den jungen Leuten, die sie auf dem Anwesen der Freunde ihrer Eltern in Sussex kennenlernt. Sie erlebt unbeschwerte Tage mit Ausflügen, Picknicks und Partys. Und sie verliebt sich prompt ...
London, 40 Jahre später. Nach dem Unfalltod ihrer Mutter erhält Adele Harington einen mysteriösen Anruf: Ein Mann spricht von «neuen Spuren» und nennt immer wieder ein Datum. Und dann steht plötzlich eine Fremde vor der Tür und behauptet, Teil der Familie zu sein ...
Rezension
Eine spannende Familiengeschichte voller dunkler Geheimnisse.
Portrait
Nikola Scott

Nikola Scott ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Nach dem Studium arbeitete sie jahrelang in verschiedenen Verlagen in Grossbritannien und den USA. Sie lebt inzwischen mit ihrer Familie in Frankfurt. Bei Wunderlich erschien von ihr bereits "Zeit der Schwalben".

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783644200159
Verlag Rowohlt Verlag
Originaltitel My Mother's Shadow
Dateigröße 910 KB
Übersetzer Nicole Seifert
Verkaufsrang 9794
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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wunderschöner Roman über Familiengeheimnisse
von Manuela Pfleger am 02.07.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Cover und der Titel haben meine Aufmerksamkeit geweckt und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich dieses Buch lesen. Es ist mein zweites Buch von Nikola Scott und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist verständlich, locker, leicht, angenehm, flüssig und gefühlvoll. Der Spannungsbogen i... Das Cover und der Titel haben meine Aufmerksamkeit geweckt und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich dieses Buch lesen. Es ist mein zweites Buch von Nikola Scott und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist verständlich, locker, leicht, angenehm, flüssig und gefühlvoll. Der Spannungsbogen ist für einen Roman sehr gut aufgebaut und steigert sich von Anfang bis zum Ende, was mir sehr gut gefallen hat. Von der ersten Seite an konnte mich Nikola Scott fesseln und in den Bann ziehen, denn ich kam sehr gut in die Geschichte hinein und verlor dabei nie den Lesefluss oder die Übersicht. Es wird aus der Perspektive von Adele aus der Gegenwart und aus den Tagebüchern von Elizabeth aus der Vergangenheit erzählt. Obwohl man zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her springt, verliert man nie die Handlungen und Geschehnisse aus den Augen. Im Gegenteil, denn man kann immer folgen, da sich die Einträge der Tagebücher mit dem Geschehen in der Gegenwart vereinen. Die Protagonisten sind mir fast alle sehr sympathisch und mit Adele und Phoebe war ich sofort befreundet, denn obwohl die beiden unterschiedliche Charaktere haben, sind sie sehr Ausdrucksstarke und liebenswerte Personen. Am wenigsten konnte ich mit Venetia und dem Vater von Elizabeth, denn die beiden sind so etwas von unsympathisch, dass ich mich teilweise geärgert habe. Auch Andrew ist ein sehr liebenswerter Charakter, aber auch die anderen Charaktere, die in dem Buch vorkommen, passen sehr gut in die Geschichte hinein. Besonders schön finde ich auch das Setting, denn Umgebungen und Handlungsorte kann man sich sehr gut bildlich vorstellen. Es hat mir sehr gut gefallen in die Welt von Hartland und Co abzutauchen. Bei dem Roman handelt es sich um einen sehr tiefsinnigen, wunderschönen, traurigen Roman, der zum Nachdenken anregt und in die Welt in die 1960 ebenfalls entführt. Sehr gut fand ich auch, dass die Autorin noch eine Nachbemerkung über diese Jahre angeführt hat, denn so kann man die Handlungen, die sehr realistisch dem Leser herüberkommen, nachvollziehen und Verstehen. Mein Fazit: Ein wunderschöner, tiefsinniger Roman über ein Familiengeheimnis bzw. Familiengeheimnisse, die sich im Laufe der Geschichte in den Vordergrund spielen. Sehr liebenswerte, sympathische und starke Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss, aber auch Charaktere, die man am liebsten auf den Mond schießen würde. Angenehmer, gefühlvoller Schreibstil, dem man leicht folgen kann. Die Spannung, die Liebe, Drama und alles was zu einem Roman dazugehört ist hier gegeben. Daher vergebe ich 5 Sterne. Absolut lesenswert.

von einer Kundin/einem Kunden am 25.03.2019
Bewertet: anderes Format

Gefälliges Familien-Drama. Die Geschichte bietet jetzt nicht so wahnsinnig viel Neues, vermag aber durch den flüssigen Erzählstil durchaus zu unterhalten. Für Fans von Kate Morton.

Bewegend, aufwühlend und so packend ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 21.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist der erste Todestag von Elizabeth Harington und die Familie findet sich zusammen ein, um sich gegenseitig in ihrer Trauer zu stützen. Zumindest findet, die jüngste Tochter, dass das so sein muss und die Familie beugt sich ihren Willen. Aber keiner hätte mit dem Ausgang des Tages gerechnet. Kurz bevor sich die beiden Schwes... Es ist der erste Todestag von Elizabeth Harington und die Familie findet sich zusammen ein, um sich gegenseitig in ihrer Trauer zu stützen. Zumindest findet, die jüngste Tochter, dass das so sein muss und die Familie beugt sich ihren Willen. Aber keiner hätte mit dem Ausgang des Tages gerechnet. Kurz bevor sich die beiden Schwestern nämlich trennen, klingelt es an der Tür und eine unbekannte Frau steht vor ihnen. Diese behauptet ihre Schwester zu sein, und zwar die Zwillingsschwester von Adele, des ältesten Kindes von Elizabeth. Das schlägt ein wie eine Bombe, Adele ist verwirrt, hatte der unbekannte Mann eben am Telefon ihre Mutter, nicht von neuen Spuren gesprochen? Trotz ihres Gefühlssturms möchte Adele der Sache auf dem Grund gehen. Welche Geheimnisse hatte ihre Mutter vor ihr? Was ist dieser starken unterkühlten Frau passiert? Und ist ihr Vater, nicht ihr Vater? Adeles Suche beginnt ... Meinung: Zeit der Schwalben hat mich zuerst mit seinem zauberhaften Cover eingefangen, da hat der Verlag, richtig gut arbeite geleistet, denn ich bin sonst kein Familiengeheimnis Leser. Aber irgendwie hatte mich diese Geschichte total angesprochen und dann durfte ich vorab, der Autorin lauschen. Nun endlich habe ich die Zeit gefunden um es zu lesen, und ob ich nun solcher Literatur mehr Aufmerksamkeit schenke, erzähle ich euch nun. Adele ist hier die Hauptprotagonistin, und obwohl sie das älteste Kind der Haringtons ist, bleib sie immer im Schatten ihrer Geschwister stehen. Sie ist die Enttäuschung, der Familie, oder besser von ihrer Mutter, denn sie ist nicht Architektin oder Ärztin geworden, hat ihr Potenzial nicht ausgenutzt und nach den Sternen gegriffen. Ihre Leidenschaft war immer das Backen, und so ist sie Bäckerin und Konditorin in einem kleinen Geschäft und damit recht glücklich. Allerdings fühlte es sich im Hause ihre Eltern nie als genug an, dass man darauf stolz sein kann und sich mit allen ebenbürtig fühlt. So ist Adele hier eher die Ruhige, die Stille und die Gutmütige, die ihre Geschwister bestärkt und alle Seitenhiebe einsteckt. Die Klügere gibt halt nach. In den Augen ihrer Mutter kommt Adele sich immer zu weich, gefühlsduselig und zu nix zu gebrachen vor und genau das macht sie zu einer starken und sympathischen Figur, die ich schnell mochte und unbedingt durch die Buchseiten hindurch begleiten wollte. Sie ist der Anker in der Geschichte und ihr Leben soll sich auf den Kopf stellen, als ihre Zwillingsschwester vor der Tür steht. Der zweite Erzählstrang führt uns in die Vergangenheit zu einem jungen Mädchen, die sich 1958 ein Tagebuch kauft und uns von ihrem Leben erzählt. Davon, dass ihr Vater ein strenger gläubiger und kalter Mann ist und von einer Mutter, die das genaue Gegenteil verkörpert, aber sterbenskrank dahinsiecht. Dieses junge Mädchen heißt Elizabeth Holloway und soll ihre Sommerferien in Hartland verbringen, auf Wunsch der Eltern. Ungern verlässt sie die Mutter, weil sie doch eigentlich bei ihr sein möchte und trotz der herrlichen Landschaft und der großartigen Familie kommt sie nur langsam aus ihrem Schneckenhaus. Dass dieser Sommer, ihr ganzes spätere Leben beinträchtigen wird, ahnt die junge Elizabeth da noch nicht, sondern genießt ausgelassen, vergnüglich ihr unbeschwertes Lachen. Später wird sie einen schweren Weg beschreiten müssen, der sehr viel von ihr abverlangt. Klar, ihr könnt es schon ahnen, die Autorin hat natürlich der Mutter von Adele diese Rückblenden gewidmet und so können wir zeitgleich alles Verfolgen. Der Schock von Adele, ihr Leben als Lüge zu hinterfragen und was mit dieser Frau, die ihre Schwester sein soll, anzustellen. Dazu der ständige Familientwist, und die eigene Existenz steht auch auf wackeligen Beinen. Aber Adele hat es auch satt, immer zurück zustecken und will jetzt endlich wissen, warum sie bei ihrer Mutter aufwachsen durfte und ihre Schwester nicht. Warum man es ihr nie gesagt hat und warum sie immer milde belächelt wurde. Stück für Stück wagt sie sich an die Vergangenheit. Passend zu dem Geschehen bei Adele, liest man die Lebensgeschichte von Elizabeth und ich kann euch sagen, das Leben als Frau in den Fünfzigern, war kein Spaß. Diese Rückblenden zeigen extrem auf, wie wichtig unsere Gleichberechtigung ist und wie sich die Frauen zu der Zeit, als zweite Wahl gesehen haben mussten. Ein Fehler und du bist eine Ausgestoßene der Gesellschaft, aber ich möchte hier nicht zu viel verraten, den Schock und die Wut, die man beim Lesen empfindet, sollte jeder selber hautnah erleben. Nikola Scott hat hier ein Familiendrama geschaffen, was sich unglaublich süffig lesen lies. Was einen gedanklich durch den Tag begleitet und an einigen Stellen wirklich innehalten lies, um darüber nachzudenken. Es ist unglaublich, wie damals mit Menschen verfahren wurde und auch heute schockiert es einen sehr. Auch die Figuren hat die Autorin mit ganz viel Liebe zum Leben erweckt und ich fand sie absolut realistisch und entzückend. Man hat Adele und Elizabeth gern begleitet, mit ihnen mitgefiebert und das Rätsel langsam aufgedeckt. Da hat Nikola Scott einen richtig guten Geschichtsaufbau gewählt und die Entwicklung geschickt und raffiniert geschildert. Großartig fand ich auch, dass sie die Schwere, die sich doch durch die Geschichte trägt, mit kleinen netten Ideen aufgeheitert hat, dieser Andrew, war Gold wert und auch einige Lacher waren vorhanden. Was soll ich noch groß sagen, ich war überrascht, wie gut mir das alles gefallen hat, und glaube, ich muss doch ab und zu mal mein Unwohlsein bei Familiengeschichten überwinden, da verpasse ich doch wirklich was. Zeit der Schwalben war unglaublich herzlich, aufwühlend und so packend.