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Klar.kommen

Nach Crystal & Knast gibt dir keiner eine Chance

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Resozialisierung ist hart. Im zweiten Band seines autobiographischen Berichts erzählt Dominik Forster, wie er sein Leben wieder in den Griff bekommt. Er war drogensüchtig, hat im Knast gesessen und steht nun da – mit nichts in der Hand. Welcher Arbeitgeber wartet schon auf so einen? Und wo soll der Ex-Junkie Halt finden? In dem Dreckloch, das seine erste Bleibe wird, weil für Jemanden wie ihn nichts anderes zu kriegen ist? Das Elternhaus ist nicht mehr, was es war. Die Dogenszene mit ihren Verführungen besteht fort. Dominik hat einen schwierigen Weg zu gehen, er steckt voller Sehnsüchte und Träume, muss Rückschläge einstecken. Aber er kämpft. Und er hat eine Mission.
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  • Ich vertrete meine Meinung, so wie ich es auf Therapie gelernt habe.
    Offen und ehrlich mit meiner Vergangenheit umgehen, der Rest kommt von alleine ...
    Endlich da, kurz vor zwei. Das Fahrrad meiner Mutter, welches ich mir trotz ihres Verbotes ausgeliehen hatte, habe ich in weiser Vorsicht einige hundert Meter vom Disko-Areal entfernt abgestellt. Ziemlich genau an derselben Stelle wie vor sechs Jahren, den Anfängen meiner Partyzeit.
    Ich stehe im Eingangsbereich, bin aufgeregt, weil ich nüchtern bin und weil ich die beiden ja überhaupt nicht
    kenne. Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, wie Rebekkas Nummer in mein Handy gekommen ist. Telefoniert haben wir auch nicht, nur geschrieben, das macht man heute doch so.
    Weit und breit keine Spur von den beiden. Der blaugefärbte Long Island Ice Tea in meiner rechten, eingefüllt in ein Weizenglas, symbolisiert mein Scheitern. Mein Vorsatz, wenigstens in den ersten Minuten unseres Kennenlernens nüchtern zu sein ...
    Scheiss drauf. Mein Handy klingelt.
    "Ja, hallo, hier ist Jojo ... Bist du schon da? Ich komme jetzt raus und hole dich. Ich trage rote Schuhe, du wirst mich erkennen."
    Da kommt sie auch schon. Während ich lässig an meinem Drink nippe, läuft sie mir entgegen. Komplett in schwarz gekleidet, knackige Figur, lange blonde Haare kombiniert mit knallroten Stöckelschuhen: High Heels, bämm! Der Eingangsbereich - ihr Laufsteg. Die Trunkenbolde um sie herum erblassen im Funkeln ihrer Ausstrahlung.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 216
Erscheinungsdatum 25.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944788-77-7
Verlag Fabulus-Verlag
Maße (L/B/H) 20.5/13.6/2.5 cm
Gewicht 350 g
Abbildungen Fotos
Auflage 1
Verkaufsrang 67741
Buch (Taschenbuch)
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klar.kommen
von Sabine aus Köln am 13.10.2017

Auch wenn ich eher nicht zur Zielgruppe dieses Buches gehöre, finde ich das Thema doch sehr wichtig und war deshalb auch neugierig, darüber aus Sicht eines Betroffenen zu lesen. Und tatsächlich war dieser Bericht sehr eindringlich und authentisch und hat mir Dominik Forsters Situation wirklich nahe gebracht. Der Autor war dro... Auch wenn ich eher nicht zur Zielgruppe dieses Buches gehöre, finde ich das Thema doch sehr wichtig und war deshalb auch neugierig, darüber aus Sicht eines Betroffenen zu lesen. Und tatsächlich war dieser Bericht sehr eindringlich und authentisch und hat mir Dominik Forsters Situation wirklich nahe gebracht. Der Autor war drogen- und alkoholabhängig, hat mit Drogen gedealt und mehrere Jahre im Gefängnis gesessen. Über diese Zeit hat er in seinem Buch „crystal.klar“ geschrieben. Doch auch wenn man den Vorgänger nicht kennt - so wie ich - kann man „klar.kommen“ ohne Verständnisprobleme lesen, weil die wesentlichen Randinformationen nochmal aufgegriffen werden. Insgesamt verbirgt sich auf den gut 200 Seiten harter Tobak, und ich konnte es nicht in einem Rutsch lesen, weil es mich runtergezogen und wirklich nachdenklich gestimmt hat. Obwohl ich mir die Realität auch genau so vorgestellt habe, ist es aber doch noch etwas anderes, sie mit den eigenen Worten eines Betroffenen auch berichtet zu bekommen. Dabei ist Dominik Forster sehr authentisch, seine Sprache umgangssprachlich, oft auch vulgär und abschreckend, und in manchen Situationen habe ich die Reaktionen „der anderen“ sogar verstanden. Nicht immer wirkt er sympathisch und macht es dem gegenüber auch nicht leicht, trotzdem ist erschreckend, wie wenig Chancen jemandem eingeräumt werden, der zwar im Knast gesessen hat, aber seine Vergangenheit bereut, ehrlich ist und mit genau dieser Vergangenheit abschließen will. Es braucht aber ein bisschen Zeit, bis Dominik weiß, mit seiner Vergangenheit umzugehen und vielleicht haben ihm da auch die eine oder andere Erfahrung, die er machen musste, die Augen geöffnet, so dass er dann zu dem Menschen geworden ist, der er jetzt ist. Und seine Entwicklung ist beachtlich: Mittlerweile arbeitet er an Schulen in der Prävention und klärt auf – und sicherlich ist ein solche Schilderung „aus erster Hand“ viel eindringlicher als nur Ermahnungen mit erhobenem Zeigefinger. Dominik Forster ist in seinem Buch gnadenlos ehrlich, mit sich und seiner Umwelt, er rüttelt auf und provoziert, schreckt vielleicht auch ab und überzeugt dann doch durch seinen Weg, den er gewählt hat. Die Kapitel sind kurz und geben interessante Einblicke in sein Leben nach dem Knast, die Sprache ist unverblümt, provokant und authentisch. Die ab und an in den Text eingestreuten Bilder sind sehr gut ausgewählt und unterstreichen nochmal mehr den Gefühlszustand Dominiks. Ich bewerte solche Erfahrungsberichte nicht, da es mir nicht zusteht, das Leben anderer zu „benoten“. Das Buch berührt, bedrückt und ist gnadenlos und ehrlich – leider aber werde ich auf verschiedenen Plattformen gezwungen, eine Sterne-Bewertung abzugeben; da ich das Buch gerade auch in Schulen als Lektüre empfehlen würde, gebe ich vor diesem Hintergrund 4 Sterne. Mein Fazit Unverblümt, gnadenlos und direkt schildert Dominik Forster seine Erfahrungen als Ex-Knasti, Drogenabhängiger und Dealer – er selber hat es geschafft und arbeitet nun in der Prävention, aber der Weg war nicht immer einfach. Authentisch und überzeugend ist sein Bericht über seine Erfahrungen, als Leser musste ich einige Male schlucken. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte dieses Buch unbedingt lesen – denn hier wird nichts schöngeredet, sondern ehrlich und offen ausgesprochen, wie es tatsächlich ist.