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Kinderjahre

Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung

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Was ist Erziehung? Kinderarzt Remo H. Largo, Autor des Bestsellers »Babyjahre«, bietet Einsichten in die kindliche Entwicklung vom Kleinkindalter bis an die Schwelle des Erwachsenseins. Dabei berührt er fundamentale Fragen über Veranlagung und Umwelt, die kindlichen Grundbedürfnisse und Fähigkeiten, die Bedeutung von Reifung und selbstbestimmten Erfahrungen:



  • Wie entsteht die Individualität des Kindes?

  • Wie bilden sich tragfähige Beziehungen?

  • Wie werden Kinder zu selbstbewussten und glücklichen Erwachsenen? Wie finden sie ihr passendes Leben?

  • Was können Eltern zur Entwicklung ihres Kindes beitragen?

In klarer und verständlicher Sprache macht Remo H. Largo anhand vieler Beispiele deutlich: Erziehen bedeutet, das Kind in seiner Entwicklung so zu unterstützen, dass es zu dem Wesen werden kann, das in ihm angelegt ist.

Der Bestseller des bekannten Entwicklungsforschers in vollständig überarbeiteter und aktualisierter Neuausgabe.

Portrait
Largo, Remo H.
Remo H. Largo, geboren 1943 in Winterthur, war bis zu seiner Emeritierung 2005 Professor für Kinderheilkunde. Fast drei Jahrzehnte lang leitete er die Abteilung für Wachstum und Entwicklung am Kinderspital in Zürich, wo er die bedeutendste Langzeitstudie über kindliche Entwicklung im deutschsprachigen Raum durchführte. Er ist Vater dreier Töchter und Grossvater von vier Enkeln. Seine Bücher »Babyjahre«, »Kinderjahre«, »Schülerjahre« und »Jugendjahre« (mit Monika Czernin) sind Klassiker, ebenso wie die zuletzt erschienene Neuausgabe von »Glückliche Scheidungskinder«.
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  • Artikelbild-0
  • Vorwort

    Einleitung


    • Das Normale an der kindlichen Entwicklung ist Vielfalt 

    • Über den Einfluss von Anlage und Umwelt 

    • Was Kinder in ihrer Entwicklung antreibt 

    • Die Grundelemente des Fit-Prinzips 

    • Wenn Kinder sie selbst sein dürfen 

    • Misfit-Konstellationen: In Schieflage geraten



    Jedes Kind ist einzigartig

    Einleitung

    Vielfalt unter Kindern (interindividuelle Variabilität)


    • Vielfältige Ausprägung von Entwicklungsmerkmalen 

    • Vielfalt im Auftreten der Fähigkeiten 

    • Unterschiedliche Abfolgen der Entwicklungsstadien 

    • Ungleiches Entwicklungstempo von Jungen und Mädchen 

    Vielfalt beim einzelnen Kind (intraindividuelle Variabilität)


    • Sich von Normen und Ängsten befreien 



    Was ist angeboren, was erworben und anerzogen?

    Einleitung

    Wie Anlage und Umwelt zusammenwirken


    • Gene und Masterplan 

    • Wie organische und funktionelle Strukturen entstehen und kooperieren 

    Vom Einfluss der Lebensbedingungen auf die Entwicklung des Kindes


    • Warum die Menschen immer grösser wurden, jetzt aber nicht mehr 

    • Warum die Menschen immer klüger wurden, jetzt aber kaum mehr 

    • Das Begabungspotenzial will realisiert, kann aber nicht überstiegen werden 

    Das Kind bestimmt mit


    • Das Kind ist aktiv und selektiv 

    Wie die Eltern oder deutlich verschieden


    • Was Eltern an ihre Kinder weitergeben 

    • Warum nicht nur Aufstieg, sondern auch Abstieg sinnvoll sein kann 



    Wie Kinder sich entwickeln

    Einleitung

    Warum Kinder nur lernen können, wenn sie sich wohl-fühlen


    • Ungeliebt und vernachlässigt 

    Über das Zusammenspiel von Reifung und Erfahrung


    • Wie Kinder Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben 

    Wie Kinder lernen


    • Genuin neugierig 

    • Warum Neugierde das Lernen befördert 

    • Was nachhaltiges Lernen auszeichnet 

    • Von der Bedeutung frühester Lernerfahrungen 

    • Wie wir das Kind in seiner Entwicklung unterstützen können 



    Die Grundbedürfnisse von Kindern

    Einleitung

    Körperliche Integrität


    • Ernährung 

    • Schlaf 

    • Sexualität 

    Geborgenheit und Zuwendung


    • Was ist Geborgenheit, was ist Zuwendung? 

    • Warum die Bindung zwischen Kind, Eltern und Bezugspersonen so wichtig ist 

    • Merkmale des kindlichen Bindungsverhaltens 

    • Entwicklung des kindlichen Bindungsverhaltens 

    • Warum sich Eltern binden und für ihr Kind sorgen 

    • Entwicklung der elterlichen Bindung 

    • Wie sich Bezugspersonen an Kinder binden und für sie sorgen 

    Soziale Anerkennung und sozialer Status


    • Erste Lebensjahre 

    • Schulalter 

    • Jugendalter 

    • Freiräume für Kinder und Jugendliche 

    Selbstentfaltung


    • Alle Kinder wollen aus sich heraus lernen 

    Streben nach Leistung


    • Erste Lebensjahre 

    • Schulalter 

    • Jugendalter 

    Existenzielle Sicherheit


    • Warum gesicherte Verhältnisse so wichtig sind 

    Wie die Grundbedürfnisse die Individualität eines Kindes prägen


    • Jedes Kind kann nur sein eigenes Leben führen 



    Kinder wollen ihre Kompetenzen entfalten

    Einleitung

    Soziale Kompetenzen


    • Körpersprache (Nonverbale Kommunikation) 

    • Fürsorgliche Kompetenzen 

    • Imitatives und soziales Lernen 

    • Soziale Kognition 

    Sprachliche Kompetenzen


    • Was Sprache einmalig macht 

    • Die formalen Strukturen der Sprache 

    • Wie das Kind seine Vorstellungen in die Sprache einbringt

    • Wie das Kind zur Sprache kommt 

    • Sprachliche Vielfalt in einer Kommunikationsgesellschaft 

    Musikalische Kompetenzen


    • Was die musikalischen Kompetenzen ausmacht 

    • Kinder lieben Musik 

    Figural-räumliche Kompetenzen


    • Wie sich die figural-räumlichen Kompetenzen entwi-ckeln 

    • Vielfalt unter Kindern 

    Logisch-mathematische Kompetenzen


    • Wie sich Kinder logisch-mathematisches Denken aneignen 

    • Von Rechenschwäche bis zu mathematischer Hochbegabung 

    Zeitlich-planerische Kompetenzen


    • Subjektives Empfinden und Vorstellungen von Zeit 

    • Wie das Kind ein Zeitverständnis und planerische Fähigkeiten entwickelt 

    Motorische Kompetenzen


    • Der Werdegang der motorischen Entwicklung 

    • Wie wir der Vielfalt unter den Kindern gerecht werden können 

    Körperliche Kompetenzen


    • Was Kinder attraktiv macht 

    Wie die Kompetenzen die Individualität eines Kindes prägen


    • Vom Umgang mit Stärken und Schwächen 



    Wie Kinder zu ihren Vorstellungen kommen

    Einleitung

    Warum Vorstellungen so mächtig sind

    Wie Kinder Vorstellungen erwerben

    Warum Vorstellungen von Kind zu Kind so unterschiedlich sind

    Das Fit-Prinzip: Wenn Kinder sie selbst sein dürfen

    Einleitung

    Das Fit-Prinzip im Erziehungsalltag


    • Von einer autoritären zu einer kindorientierten Erziehung 

    • Was ist bestimmend: Reifung und/oder Training? 

    • Eigeninitiative: Das Kind ist bereit 

    • Die Eltern als Vorbild und Gehilfen 

    • Warum Selbstbestimmung so wichtig ist 

    Das Kind in seiner Einzigartigkeit begreifen


    • Wie sind die Grundbedürfnisse beim Kind angelegt? 

    • Welche Kompetenzen sind besonders ausgeprägt, welche weniger? 

    • Über welche Vorstellungen verfügt das Kind? 

    • Was uns das Kind mit seinen Emotionen mitteilen will 

    • Ein Profil erstellen 

    Was eine kindorientierte Erziehungshaltung ausmacht


    • Das Kind richtig lesen 

    • Bestimmen lassen und Grenzen setzen 

    • Mit dem Kind einfühlsam umgehen 

    • Dem Kind und sich selbst vertrauen 



    Misfit: Wenn Kinder in Schieflage geraten

    Einleitung

    Guter Stress, schlechter Stress


    • Wie Kinder auf Stress reagieren 

    Wie Unverständnis für die individuellen Eigenheiten der Kinder zu Misfit-Situationen führt


    • Wenn Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden 

    • Wenn Kompetenzen den Erwartungen und Anforderungen nicht genügen 

    • Die Eigenheiten des Kindes erkennen und sich darauf einstellen 

    • Das Kind verstehen 

    Was trägt die Umwelt zu Misfit-Situationen bei?


    • Früher Misfit mit langfristigen Folgen 

    • Der Medienkonsum - ein gigantischer Misfit? 

    Unser Bild vom Kind und unsere Sehnsucht nach Zusammengehörigkeit


    • Unsere Erwartungen an das Kind 

    • Warum es uns schwer fällt, auf alle Kinder gleichermassen einzugehen 

    • Nicht nur beim Kind, auch bei uns selbst ankommen 

    • Nur gemeinsam können wir Kinder grossziehen 



    Anhang

    Praktische Anleitung zur Anwendung des Fit-Prinzips bei Kindern


    • Wie sind die Grundbedürfnisse beim Kind angelegt? 

    • Wie sind die Kompetenzen beim Kind ausgebildet? 

    • Über welche Vorstellungen verfügt das Kind? 

    • Wie reagiert das Kind auf/in Fit- und Mis-fit-Situationen? 

    • Die Übereinstimmung zwischen Kind und Umwelt erfassen und fördern/unterstützen 



    Zürcher Longitudinalstudien

    Dank

    Literatur

    Bildnachweis

    Register

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 02.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-05902-2
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 21.4/14.4/3.5 cm
Gewicht 874 g
Abbildungen mit zahlreichen Farbfotos und Schaubildern, farbigen Illustrationen, mit zahlreiche Farbfotoss und Schaubildern
Verkaufsrang 119
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Praktisch und gut lesbar
von einer Kundin/einem Kunden am 18.12.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nach 'Babyjahren' wiederum ein sehr praktisch hilfreicher und spannend zu lesender Ratgeber. Ein bisschen weniger Graphiken und Statistiken wären auch nicht schlecht, muss man ja aber auch nicht im Details analysieren und lesen.

Fundiertes Wissen verständlich gemacht
von Sandra am 27.07.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Remo Largo erklärt anhand verschiedener Kompetenzen, dass sich jedes Kind in jeder Hinsicht von den anderen unterscheidet. Erfolgreiche Erziehung geht daher vom Kind (und seinen Ressourcen) aus, nicht von einem angestrebten Ziel: Largo plädiert anschaulich und ermutigend für das FIT-Konzept. Ein sehr modernes Erziehungsbuch, ... Remo Largo erklärt anhand verschiedener Kompetenzen, dass sich jedes Kind in jeder Hinsicht von den anderen unterscheidet. Erfolgreiche Erziehung geht daher vom Kind (und seinen Ressourcen) aus, nicht von einem angestrebten Ziel: Largo plädiert anschaulich und ermutigend für das FIT-Konzept. Ein sehr modernes Erziehungsbuch, das durch die langjährigen Studien Largos einen festen Hintergrund hat und einen fixen Platz in der Geschichte der Erziehung verdienen würde.

Sehr wertvoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 21.12.2006
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nach "Babyjahre" hat Largo auch in diesem Buch wiederum ein wertvolles Werk für Eltern geschaffen, das viele Anhaltspunkte und vor allem auch einen vernünftigen Erziehungsstil nahe legt. War im Buch "Babyjahre" noch die gesamte Information nach zwei Gesichtspunkten angeordnet, nämlich Thema (z.B. Schlafen, Spielen) einerseits... Nach "Babyjahre" hat Largo auch in diesem Buch wiederum ein wertvolles Werk für Eltern geschaffen, das viele Anhaltspunkte und vor allem auch einen vernünftigen Erziehungsstil nahe legt. War im Buch "Babyjahre" noch die gesamte Information nach zwei Gesichtspunkten angeordnet, nämlich Thema (z.B. Schlafen, Spielen) einerseits und Alter andererseits, so ist dieses Buch nun vollkommen anders gegliedert. Etwas das ich auf den ersten Blick vermisste, das sich aber bei der Lektüre als korrekte Entscheidung des Autors herausstellte, denn anders als in "Babyjahre" versucht der Autor hier viel mehr ein Konzept zu vermitteln, denn eine Schilderung der Entwicklungsstufen. Das Konzept das Largo vermitteln möchte nennt er Fit-Konzept. Er vertritt darin die Meinung, dass Kinder sehr gut selbst wissen, wann sie für welchen Schritt in der Lage sind. Dem Kind etwas anderes anzubieten, als das wofür es gerade bereit ist, bringt keinen schnelleren Fortschritt, sondern kann im Extremfall sogar zu einer Verlangsamung der Entwicklung führen. Largo erklärt das an vielen Beispielen, aber jedermann ist klar, dass ein Kind nicht früher Gehen lernen kann nur weil die Eltern es zum Aufstehen anhalten. Es wird diese Fähigkeit erwerben, wenn es weit genug ist. Eine Ansicht aus die als Montessori-Schule auch in die Bildungspolitik Einzug gehalten hat. Man kann zu Montessori stehen wie man will, aber das Konzept von Largo ist gleichsam brillant wie gut umsetzbar. Er belegt diese Meinung auch mit Studien an denen er auch selbst mitwirkte. Interessant ist dann die Darstellung, dass die verfrühte Sauberkeitserziehung (wie in den 60er Jahren noch praktiziert) zu keiner früheren Ausbildung der entsprechenden Kompetenzen bei den Kindern führte. Wie bereits angedeutet ist der Kern dieses Konzepts, dass die Eltern "bloß" die Umwelt schaffen müssen in denen das Kind sich nach seinen eigenen Bedürfnissen entwickeln kann. Er räumt auch mit dem tradierten Missverständnis auf, dass Kinder verzogen würden, wenn ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Kinder sind nicht von Natur aus böse. Aber er stellt auch klar, dass antiautoritäre Erziehung ebenso zum Scheitern verurteilt ist, denn das Kind kann nur dort Entscheidungen treffen, wo es bereits die entsprechenden Kompetenzen entwickelt hat. Was qualifiziert nun Remo H. Largo um solche Aussagen zu machen? Nun er ist Kinderarzt der international anerkannt publiziert, d.h. also kein Niemand auf dem Parkett der Wissenschaft, sondern ganz im Gegenteil ein renommierter Autor auch für ernsthafte Wissenschafter und nicht bloß für uns interessierte Laien. Dennoch ist es ihm gelungen, das Buch so zu schreiben, dass wirklich jedermann das Buch leicht verstehen kann. Was mir noch sehr gut gefiel? Das Buch ist sehr gut gegliedert und didaktisch hervorragend gefasst. Alle Regeln über das Verfassen von guten Sachbüchern wurden eingehalten, so wird vor jedem Kapitel kurz das kommende Thema erläutert und am Ende des Kapitels findet sich eine schlagwortartige Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen des Kapitels. Hier können sich viele andere Sachbuchautoren ein Scheibchen abschneiden. Mein Gesamturteil kann daher nur lauten: Hervorragend! Wenn Sie _ein_ Buch über Erziehung und Umgang mit Kindern suchen, dann ist es dieses das Sie lesen wollen.