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Das Geheimnis der Muse

Roman



Das Geheimnis der Muse erzählt von zwei jungen Frauen, deren Leben durch ein Gemälde schicksalhaft miteinander verwoben sind: Olive, eine talentierte Malerin am Vorabend des Spanischen Bürgerkriegs, und Odelle, eine angehende Schriftstellerin im London der Swinging Sixties.

London, 1967. Odelle Bastien, aus Trinidad nach England gekommen, um ihren Traum vom Schreiben zu verwirklichen, ergattert einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton. Durch einen sensationellen Fund – ein Gemälde des seit dem Spanischen Bürgerkrieg verschollenen Künstlers Isaac Robles –, wird Odelle in eine Geschichte verstrickt, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn um das Gemälde rankt sich ein folgenschweres Geheimnis, das ins Jahr 1936 zurückreicht, als Olive Schloss, eine begabte junge Malerin, in Andalusien auf den Künstler und Revolutionär Isaac Robles trifft. Eine Begegnung, die ungeahnte Konsequenzen nach sich zieht ...

Zwischen dem schillernden London der Sechziger und dem schwülheissen Andalusien der Dreissiger entspinnt sich diese fesselnde und betörende Geschichte um grosse Ambitionen und noch grössere Begierden.

Rezension
"Man liest wie im Fieber."
Daily Express
Portrait

Jessie Burton, 1982 in London geboren, hat Englisch und Spanisch in Oxford sowie Schauspiel an der Central School of Speech and Drama studiert. Ihr erster Roman Die Magie der kleinen Dinge (2014) wurde mehrfach ausgezeichnet, derzeit wird er von BBC One fürs Fernsehen verfilmt. 2016 erschien ihr neuer Roman Das Geheimnis der Muse. Ihre Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt und sind internationale Bestseller. Jessie Burton lebt in London und arbeitet an ihrem dritten Roman. Ausserdem erschien im Herbst 2018 ihr erstes Kinderbuch.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 461
Erscheinungsdatum 11.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-36329-3
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 20.8/13.2/3.5 cm
Gewicht 525 g
Originaltitel The Muse
Übersetzer Peter Knecht
Buch (Paperback)
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Kundenbewertungen

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Ein Kleinod
von einer Kundin/einem Kunden aus Eschweiler am 07.07.2018

Das Erste was mir bei diesem Taschenbuch auffiel war seine tadellose Verarbeitung. Ihr kennt das sicher alle- viele Taschenbücher sind minderwertig gebunden und sehen nach einem mal lesen aus, als sei ein Tanklaster darüber gefahren. Nicht so bei den Büchern vom Insel Verlag. Hier machte mir das Leben gleich von Anfang an richti... Das Erste was mir bei diesem Taschenbuch auffiel war seine tadellose Verarbeitung. Ihr kennt das sicher alle- viele Taschenbücher sind minderwertig gebunden und sehen nach einem mal lesen aus, als sei ein Tanklaster darüber gefahren. Nicht so bei den Büchern vom Insel Verlag. Hier machte mir das Leben gleich von Anfang an richtig Spaß- man merkt, dass sich der Verlag Qualität auf die Fahne geschrieben hat, dieses Buch kann man auch mehrfach lesen und es ist immer noch in tadellosem Zustand. Normalerweise gehe ich auf so etwas nicht in meinen Rezensionen ein, aber diesmal fiel es mir gleich zu Beginn so positiv auf, dass ich es erwähnt haben möchte. Nun aber zum Inhalt. Das Geheimnis der Muse ist ein beeindruckendes Werk. Wenn ich es in einem Satz zusammenfassen müsste: Ungeheuer intelligente Unterhaltung voll schillernder, interessanter Figuren und einer ausgeklügelten, feinsinnig konstruierten Handlung mit dem gewissen Etwas. Für mich war dieses Buch eine echte Entdeckung, ein Kleinod, das ich sicher nicht nur einmal lesen werde. Es ist lange her dass mir eine Autorin so spannende und tiefsinnige Figuren präsentiert hat, die dazu noch eine Geschichte mitbringen, die nicht an den Haaren herbeigezogen wirkt. Ich war zu jeder Zeit voll drin in der Geschichte und es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen, wenn mir irgendwann einfach mal die Augen zufielen. Sprachlich gesehen ist dieser Roman ebenfalls ein Vergnügen- die Autorin vermag es, wunderbare Bilder herauf zu beschwören und schafft es, die alltäglichsten Situationen farbig darzustellen und zu etwas besonderem zu machen. Mein Fazit ist mehr als positiv- das war nicht das letzte Buch, dass ich von Jessie Burton gelesen habe. Ein echtes Juwel in meinem Bücherregal. Unbedingt lesen!

Das Geheimnis der Muse
von Svanvithe am 10.06.2018

„Nicht jeder erhält am Ende, was er verdient.“ Mit diesem Satz beginnt Jessie Burton ihren Roman „Das Geheimnis der Muse“ und führt den Leser an zwei Schauplätze in zwei Zeiträumen, zum einen nach Spanien ins Jahr 1936 und zum anderen ins London der späten 60er Jahre. 1967 bewirbt sich Odelle, eine junge Frau aus Trinidad, al... „Nicht jeder erhält am Ende, was er verdient.“ Mit diesem Satz beginnt Jessie Burton ihren Roman „Das Geheimnis der Muse“ und führt den Leser an zwei Schauplätze in zwei Zeiträumen, zum einen nach Spanien ins Jahr 1936 und zum anderen ins London der späten 60er Jahre. 1967 bewirbt sich Odelle, eine junge Frau aus Trinidad, als Schreibkraft am Skelton Institut, einer kleinen Galerie. Odelle selbst ist eine talentierte Schriftstellerin, hat aber ihre diesbezüglichen Träume auf Eis gelegt. Erst ihre Chefin Marjorie Quick, die sie unter ihre Fittiche nimmt und eine gewisse Zuneigung zu ihr zu hegen scheint, animiert sie, Vertrauen in ihre Fähigkeiten als Schriftstellerin zu haben, und ermutigt sie, eigene Arbeiten zu veröffentlichen. Auf einer Party trifft Odelle Lawrie, einen jungen Mann, der Gemälde geerbt hat, dessen Wert im Skelton Institut geprüft wird. Das auffällige Bild hat augenscheinlich eine seltsame Wirkung auf Quick. Es entpuppt sich als Werk von Isaac Robles und führt ins Spanien des Jahres 1936. Hier hat sich Olive Schloss, neunzehnjährige Tochter eines einflussreichen jüdisch-österreichischen Kunsthändlers und seiner britischen Frau, hinter dem Rücken ihrer Eltern um die Aufnahme an einer angesehene Londoner Kunstakademie beworben und von dort eine Zusage erhalten. Da treten Isaac Robles – ein Maler und Revolutionär – und dessen Schwester Teresa in ihr Leben. Olive verliebt sich in Isaac und gerät mit ihrer Familie in einen Strudel der Ereignisse angesichts des beginnenden spanischen Bürgerkrieges... Jessie Burtons Roman "Das Geheimnis der Muse" zeugt von einer deutlichen Auseinandersetzung mit der Materie. Er ist vielschichtig und komplex und beschäftigt sich in beiden Zeitebenen neben der Liebe und Leidenschaft mit Fragen nach der Herkunft und künstlerischen Authentizität, der Wertstellung von Frauen im Bereich schöpferischen Künste. Daneben spielen Faschismus, Antisemitismus und Krieg in Spanien in den dreißiger Jahren sowie der Rassismus in London in den sechziger Jahren eine Rolle. Der Autorin gelingt es, diese breit gefächerten Themen sorgfältig darzustellen, ohne sie eindimensional und stereotyp zu betrachten. Durch den Wechsel zwischen den eng miteinander verschlungenen Zeitrahmen setzt die Autorin geschickt bemerkenswerte Hinweise und baut ein kompliziertes, wenngleich schlüssiges Gefüge um das „Geheimnis der Muse“ auf. Dabei werden beide Geschichten von unverwechselbaren Persönlichkeiten getragen und weisen signifikante Parallelen auf. Sowohl Olive als auch Odelle sind Frauen mit kreativen Fähigkeiten, und beiden fehlt aus unterschiedlichen Gründen das Selbstbewusstsein, zu ihren Gaben zu stehen. Die Autorin beschreibt nachvollziehbar die äußeren Hindernisse und Reaktionen sowie die inneren Zweifel und Ängste, denen ihre Heldinnen auf dem Weg zur Künstlerin ausgesetzt sind. In der Einzelbetrachtung überzeugen Olive und Odelle und insbesondere auch Quick als ausgeprägte Charaktere, wohingegen Lawrie blass bleibt. Zudem mutet der Part in den sechziger Jahre insgesamt verhaltener und nachdenklich an. Im Gegensatz hierzu ist die Szenerie in Spanien wesentlich lebendiger, emotionaler und (farb)intensiver, nicht nur in der Beschreibung der Landschaft. Hier wird Jessie Burton vor allem der Visualität der Malerei gerecht. Trotzdem wirken beide Zeitebenen hervorragend in ihrer Verknüpfung. „Am Ende gelingt ein Kunstwerk nur dann, wenn… sein Schöpfer den unverrückbaren Glauben daran besitzt, der es ins Dasein bringt.“ (Seite 455) 4,5 Sterne

Geheimnis hinter einem Gemälde
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 09.06.2018

Odelle Bastien, aus Trinidad nach London gekommen, erhält einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton. Auf seltsame Weise wird sie in den Fund eines besonderen Gemäldes verstrickt, das nach vielen Jahren wiedergefunden wird. Dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das dreißig Jahre zurückliegt. Die Geschichte we... Odelle Bastien, aus Trinidad nach London gekommen, erhält einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton. Auf seltsame Weise wird sie in den Fund eines besonderen Gemäldes verstrickt, das nach vielen Jahren wiedergefunden wird. Dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das dreißig Jahre zurückliegt. Die Geschichte wechselt die Perspektiven zwischen dem London der Sechziger Jahre sowie dem schwülheißen Andalusien kurz vor der Revolution. Mit Odelle erfährt auch der Leser nach und nach das Geheimnis, das hinter dem wiedergefundenen Gemälde liegt. Und ganz zum Schluss erhält der Titel eine besondere Bedeutung, so wie man auch die Geschichte nun mit ganz anderen Augen sehen wird. Wie ein Krimi liest sich die Geschichte um die malende Olive Schloss und den Maler Isaac Robles, realistisch sind die Figuren sowohl in der Vergangenheit wie auch in Odelles Gegenwart. Dabei webt die Autorin geschickt einige überraschende Wendungen hinein und schickt den Leser auf falsche Fährten. Dadurch entsteht eine faszinierende Geschichte, die den Spannungsbogen von Anfang bis Ende durchhält. Dieses Buch ist eindeutig etwas Besonderes, das durch eine ungewöhnliche Geschichte fasziniert. Deshalb eine eindeutige Leseempfehlung von mir.