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Der Gott jenes Sommers

Roman. Ausgezeichnet mit dem Uwe-Johnson-Preis 2018


Ein Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist ihre Schwester Billie plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Luisa unter der Last des Unerklärlichen zusammen.

War Ralf Rothmanns grosser, in fünfundzwanzig Sprachen übersetzter Roman Im Frühling sterben ein aufwühlendes Drama am Rand der Schlachtfelder, so ist Der Gott jenes Sommers eine ebenso erschütternde Geschichte über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: »Ich hab alles erlebt.«

Portrait
Ralf Rothmann wurde am 10. Mai 1953 in Schleswig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Volksschule (und einem kurzen Besuch der Handelsschule) machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (unter anderem als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Er lebt seit 1976 in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 254
Erscheinungsdatum 07.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42793-4
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 20.3/12.6/3 cm
Gewicht 397 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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Fr. 33.90
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Kundenbewertungen

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„Kinder genießt diesen Krieg; der Frieden wird furchtbar werden!“
von einer Kundin/einem Kunden am 23.08.2019

Norddeutschland im Frühjahr 1945: Die 12jährige Luisa flieht mit ihrer Familie aus dem zerbombten Kiel auf das Gut ihres Schwagers, eines SS-Offiziers. Ralf Rothmann erzählt ruhig und eindrucksvoll, wie Luisas Kind-Sein mit Lesen und Abenteuern am Gutshof in der Realität des Krieges untergeht, in dem sowohl Flüchtlinge und als... Norddeutschland im Frühjahr 1945: Die 12jährige Luisa flieht mit ihrer Familie aus dem zerbombten Kiel auf das Gut ihres Schwagers, eines SS-Offiziers. Ralf Rothmann erzählt ruhig und eindrucksvoll, wie Luisas Kind-Sein mit Lesen und Abenteuern am Gutshof in der Realität des Krieges untergeht, in dem sowohl Flüchtlinge und als auch Häftlinge verzweifelt um eine Zukunft ringen.

von einer Kundin/einem Kunden am 29.06.2019
Bewertet: anderes Format

Ein sehr eindrücklich erzähltes Stück Zeitgeschehen und eine unglaubliche Hauptfigur, machen dieses Buch zu einem besonderen Leseereignis. Versprochen!

Kindheit im Kriegs
von einer Kundin/einem Kunden am 13.05.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Für die einen der Untergang für die anderen der Tanz auf dem Vulkan. Luisa beobachtet und erlebt die letzten Kriegsmonate auf einem großen Gut in Norddeutschland.