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Wie hoch die Wasser steigen

Roman

Anja Kampmann

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Beschreibung

Wenzel Groszak, Ölbohrarbeiter auf einer Plattform mitten im Meer, verliert in einer stürmischen Nacht seinen einzigen Freund. Nach dessen Tod reist Wenzel nach Ungarn, bringt dessen Sachen zur Familie. Und jetzt? Soll er zurück auf eine Plattform? Vor der westafrikanischen Küste wird er seine Arbeitskleider wegwerfen, wird über Malta und Italien aufbrechen nach Norden, in ein erloschenes Ruhrgebiet, seine frühere Heimat. Und je näher er seiner grossen Liebe Milena kommt, desto offener scheint ihm, ob er noch zurückfinden kann. Anja Kampmanns überraschender Roman erzählt in dichter, poetischer Sprache von der Rückkehr aus der Fremde, vom Versuch, aus einer bodenlosen Arbeitswelt zurückzufinden ins eigene Leben.

Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie veröffentlichte in Zeitschriften, u.a. in Akzente, Neue Rundschau, Wespennest, und im Jahrbuch der Lyrik. 2013 wurde sie mit dem MDR Literaturpreis und 2015 mit dem Wolfgang Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März in Darmstadt ausgezeichnet. Sie lebt in Leipzig. Bei Hanser erschienen ihre Gedichtbände Proben von Stein und Licht (Lyrik Kabinett, 2016), Der Hund ist immer hungrig (2021) sowie ihr Debütroman Wie hoch die Wasser steigen (2018).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 29.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25815-0
Verlag Carl Hanser Verlag
Maße (L/B/H) 20.8/13.1/3 cm
Gewicht 432 g
Auflage 3. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
2
0
1
0
1

Ungelenk
von einer Kundin/einem Kunden aus Clausthal-Zellerfeld am 09.06.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Waclaw und Mátyás arbeiten zusammen auf einer Ölbohrplattform, doch bei einem Unwetter geht Mátyás über Board und für Waclaw bricht eine Welt zusammen. Der Klappentext des Buches war vielversprechend und hat mich neugierig gemacht auf das Buch, nur konnte ich leider mit der Umsetzung nicht viel anfangen. Leider. Ich habe ... Waclaw und Mátyás arbeiten zusammen auf einer Ölbohrplattform, doch bei einem Unwetter geht Mátyás über Board und für Waclaw bricht eine Welt zusammen. Der Klappentext des Buches war vielversprechend und hat mich neugierig gemacht auf das Buch, nur konnte ich leider mit der Umsetzung nicht viel anfangen. Leider. Ich habe an sich nichts dagegen wenn die Sprache eines Buches etwas anspruchsvoller ist solange die Geschichte im Gesamten stimmig ist und ich mich von sich überzeugen kann. Dies kann ich von „Wie hoch die Wasser steigen“ leider nicht sagen. Der Mangel an Redezeichen ist hier eher nebensächlich, denn damit hätte ich leben können, aber Sprache und Satzbildung haben hier schon einige Hürden für einen guten Lesefluss bereitgehalten. Die Autorin arbeitet mit einer sehr bildhaften Sprache, die recht schwer daherkommt und nicht immer auf Anhieb verständlich wirkt. So dass das Kopfkino zwar anspringt, aber keine zusammenhängenden Bilder erzeugt, weil man nur Fragmente des Geschriebenen wirklich zu fassen bekommt. Was auch teilweise an den Sätze liegt, die versuchen diese Geschichte zusammenzusetzen. Sie machen oft einen ungelenken Eindruck und klingen seltsam oder holperig. Die Geschichte läuft nicht rund, kann man sagen. Und auch die Charaktere und der zugrundeliegende Ton des Buches konnten mich nicht im geringsten für sich einnehmen. Ich habe einfach keinen Zugang zur Geschichte gefunden und deswegen ist das Buch für mich leider ein Leseflop gewesen.

Spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 30.08.2018

Anja Kampmanns Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“beschreibt die Ruhelosigkeit eines Mannes, der auf einer Ölplattform arbeitet. Der Pole Waclac Groszak ist 52 Jahre alt, als sein Freund und Kollege Mathyas bei einem Sturm von der Ölplattform verschwindet. Der war Waclac ein wichtiger Anker. Waclac ist durch den Verlust... Anja Kampmanns Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“beschreibt die Ruhelosigkeit eines Mannes, der auf einer Ölplattform arbeitet. Der Pole Waclac Groszak ist 52 Jahre alt, als sein Freund und Kollege Mathyas bei einem Sturm von der Ölplattform verschwindet. Der war Waclac ein wichtiger Anker. Waclac ist durch den Verlust arbeitsunfähig. Er macht sich mit Mathyas Seesack auf den Weg um ihn dessen Schwester zu bringen. Anja Kampmann lässt uns an Waclacs Zerrissenheit und seinen Emotionen teilnehmen. Auf seiner Reise erfahren wir von den schonungslosen Arbeitsbedingungen der Wanderarbeiter. Die Entwurzelung und Entfremdung der Familie, ist der Preis dieser Arbeit. Der Autorin ist es gut gelungen, die Gedanken und Sehnsüchte des Mannes in sensibler Sprache an uns Leser weiter zu geben. Dieser Roman ist auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Ich drücke ihm und der Autorin die Daumen.

Der Selbstfindungsprozess eines Getriebenen
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 24.02.2018

Dieser Roman von der Lyrikerin Anja Kampmann wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert und hat mir so einiges abverlangt. Die Handlung ist eigentlich recht überschaubar: der Bohrarbeiter Wenzel verliert auf einer Ölplattform mitten im Meer seinen besten Freund. Tief erschüttert macht er sich auf den Weg nach... Dieser Roman von der Lyrikerin Anja Kampmann wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert und hat mir so einiges abverlangt. Die Handlung ist eigentlich recht überschaubar: der Bohrarbeiter Wenzel verliert auf einer Ölplattform mitten im Meer seinen besten Freund. Tief erschüttert macht er sich auf den Weg nach Ungarn zur Familie von Matyas. Irgendwann unterwegs merkt er, dass er nicht nur seinen Freund, sondern noch jemand anderes vermisst. Vor zwölf Jahren hat er seine große Liebe Milena im Ruhrgebiet zurückgelassen, um auf der Ölplattform Geld zu verdienen, für ein gemeinsames Leben. Doch dort hat er sich irgendwann selbst verloren. Es ist ein Versuch, sein eigenes Leben zurückzubekommen, der Selbstfindungsprozess eines Getriebenen. Es liegt der Geschichte eine sehr düstere, traurige Stimmung zu Grunde. Mit Wenzel findet man sich in verschiedenen Zeitebenen seiner Gedanken und an unterschiedlichen Orten seiner tatsächlichen Reise wieder. Zu lesen ist dies sehr anspruchsvoll und oft auch verwirrend. Sehr oft musste ich einen Abschnitt wiederholen, weil meine Gedanken doch abgeschweift sind. Die Sprache ist literarisch einwandfrei und auf sehr hohem Niveau, nur leider merkt man sehr deutlich, dass die Autorin aus der Lyrik kommt. Sehr viele kluge Sätze und Vergleiche, aber wenig Handlung. Vieles wird nicht ausgesprochen. Vieles passiert zwischen den Zeilen. Ich hätte ständig das Gefühl, etwas nicht mitgekriegt zu haben. Mich konnte dieses Werk leider über weite Teile nicht fesseln, obwohl ich durchaus die Hochwertigkeit der Sprache und Ausführung anerkenne. Doch plötzlich, nach 250 mühsamen Seiten Vorgeplänkel, konnte ich einen Bruch in der Geschichte feststellen. Erst hier beginnt nämlich diese letzte Reise, auf die der Klappentext bereits hinweist, mit dem alten Pick-up und einer Brieftaube über die Alpen. Einer Vergangenheit entgegen, die es vielleicht gar nicht mehr gibt. Und jetzt endlich, auf den letzten hundert Seiten, entsteht so etwas wie Spannung. Nun kam ich auch mit der Sprache zurecht und tatsächlich ist auch ein klitzekleiner Funke übergesprungen und ich konnte die Brillanz des Romans erkennen und genießen. Nur leider reichlich spät. „Die Zukunft war eine hohe, schmale Gestalt und konnte schnell vorbeieilen.“ Seite 71 „Du weißt vorher nie, was der Preis ist. Und vor allem weißt du nicht, was du zu zahlen bereit bist. Wir können uns diese Dinge nicht zurückholen.“ Seite 208


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