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Ihr kriegt den Arsch nicht hoch

Über eine Elite ohne Ambition

Zukunft ohne Leistungsethos?
Wo sind die Macher geblieben? Jede Menge intelligente und gut ausgebildete junge Menschen wollen Status und Geld, aber keine Anstrengung und bloss nicht zu viel Verantwortung im Job. Posen statt Performen: Eine Pseudo-Elite, vermeintliche Säule der Zukunftsgesellschaft, ist selbstzufrieden, gierig und überschätzt sich masslos selbst. Die wahre Leistungselite wird immer kleiner, beobachtet die BWL-Professorin Evi Hartmann. Stattdessen breitet sich epidemieartig eine Kultur der Leistungsverweigerung aus, gut getarnt als Work-Life-Balance. Wie kann es sein, dass sich in Zeiten riesiger wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen immer mehr Menschen zurücklehnen statt anzupacken? Hartmanns Buch ist ein Aufruf für ein neues Leistungsethos und ein verschärftes Leben - nicht nur für die Generation Y!
Portrait
Prof. Dr.-Ing. Evi Hartmann ist Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Supply Chain Management, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie forscht und lehrt intensiv an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, ist Mitglied im Netzwerk GenerationCEO für Frauen in Führungspositionen, Mutter von vier Kindern und lebt in Frankfurt am Main.
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  • INHALT

    Das "Bloss nicht überarbeiten!"-Phänomen? 7

    1 Mehr Leistung, mehr Elite, bitte! 15
    2 Die Leistungsverweigerer: Unsere Pseudo-Elite 41
    3 Der Sinn des Lebens: Was wollen die Arbeitsverweigerer? 77
    4 Wir Versager: Wer tut, was getan werden muss? 107
    5 Wahnsinnskarrieren: Wie wird man Elitist? 127
    6 Leben im Seuchengebiet: Leistung macht einsam 159
    7 Ist Elitismus heilbar? 191
    8 Drei Zukunftsszenarien: Was wird aus der Luschen-Gesellschaft? 201

    Dank 219

    Anmerkungen 221
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 222
Erscheinungsdatum 08.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-593-50907-5
Verlag Campus Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 21.6/13.6/2 cm
Gewicht 341 g
Verkaufsrang 99507
Buch (Paperback)
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"Posen statt Performen"
von Dr. M. am 11.06.2018

Das ist doch mal ein krasser Buchtitel! Gemeint sind aber nicht die selbsternannten politischen Eliten dieses Landes, sondern vor allem Teile des gut ausgebildeten Mittelbaus in deutschen Unternehmen, die viel mehr leisten könnten als sie es tun, aber diese Leistung systematisch verweigern und geschickt auf andere verlagern, um ... Das ist doch mal ein krasser Buchtitel! Gemeint sind aber nicht die selbsternannten politischen Eliten dieses Landes, sondern vor allem Teile des gut ausgebildeten Mittelbaus in deutschen Unternehmen, die viel mehr leisten könnten als sie es tun, aber diese Leistung systematisch verweigern und geschickt auf andere verlagern, um sich dann aber wichtigtuerisch in den Vordergrund zu spielen. Dieses auf den ersten Blick seltsame, aber im Kontext durchaus verständliche Phänomen zu untersuchen und zu beschreiben, hat sich die Autorin, BWL-Lehrstuhlinhaberin an der Universität Erlangen-Nürnberg, zum Ziel ihres Buches gesetzt. Es gäbe eine Epidemie der Leistungsverweigerung, liest man bereits im Klappentext. Und die Leistungselite würde immer kleiner werden. Ist das so? Überprüfen lässt sich eine solche Behauptung nicht. Tatsächlich jedoch kann man den Eindruck gewinnen, dass es in dieser Republik um ein Leistungsethos nicht gut bestellt ist. Schon lange bewegt sich das innere Koordinatensystem Deutschlands stetig nach links, und sozialistisches Gedankengut greift immer mehr Platz. Ein Anspruchsdenken, gut versteckt hinter wohlklingenden Begriffen, verdrängt Eigenverantwortung. Wer den real existierenden Sozialismus auf deutschem Boden erlebt hat, wird sich deshalb auch nicht über die Mentalität der Leistungsverweigerung wundern, die sich als Folge dieser Entwicklung ausbreitet. Da die Autorin diesen Zusammenhang vermutlich wegen ihrer Sozialisierung nicht erkennen kann, geht sie darauf auch nicht ein. Was sie jedoch klar sieht, ist die Tatsache, dass Leistung in dieser Republik kein wichtiges Thema mehr ist. Leistung verbindet man mit Stress und all seinen Folgen. Man lebt schließlich nicht, um zu arbeiten, sondern um das Leben zu genießen. Das politische Establishment, das für seine Leistungskraft auch nicht gerade berühmt ist, drängt andere Themen in den Vordergrund, die weniger etwas mit Leistung zu tun haben, sondern eher mit Verteilungsgerechtigkeit und Gleichheit in all ihren seltsamen Ausprägungen. Es soll jedoch immer noch Menschen geben, die Freude und Genugtuung an ihren Leistungen und ihrer Tätigkeit haben. Im Buch findet man zunächst eine Unterscheidung zwischen diesen leistungsbereiten Menschen und denen, die gemessen an ihren Möglichkeiten zwar leistungsfähig, aber nicht leistungswillig sind und dies raffiniert tarnen. Die Autorin schreibt: "Es gibt Angehörige der traditionellen Eliten, die Großes, Herausragendes, weit Überdurchschnittliches leisten. Und es gibt solche, die das nicht tun. Sie vernichten Werte, treiben Banken in staatliche Rettungsprogramme, zerstören Unternehmen, lehnen Projekte ab, fragen beim Bewerbungsgespräch erst einmal nach der Work-Life-Balance oder tun schlicht und einfach nicht, was getan werden muss." Man könnte nun denken, dass die ganze Palette dieser Leistungsverweigerer im Buch abgehandelt wird. Tatsächlich geht es jedoch weniger um das höhere Management, sondern nur um die darunter liegenden Ebenen. Die Autorin beschreibt diese Mitarbeiter so: "Sie bringen die besten Voraussetzungen mit, um ebenfalls Herausragendes zu leisten – aber sie tun es nicht. Sie … arbeiten im Schongang. … Sie finden sich selbst besonders clever, weil sie weniger tun als die Vielleister, weil sie ihren Freizeitwert maximieren und gleichzeitig auf die echte Leistungselite herabschauen, sie abwerten und behindern." Und weiter: "(Sie) torpedieren Arbeitsklima und Beziehungsqualität nicht absichtlich oder vorsätzlich! Das sind lediglich Kollateralschäden. Ihre eigentlichen Ziele sind Bequemlichkeit, Schonung, Aufmerksamkeit und Anerkennung." Fast der gesamte Text befasst sich mit der detaillierten Beschreibung solcher Menschen und den Folgen ihres Daseins in Unternehmen. Wiederholungen sollte man schon wegen des Umfangs dieses Buches erwarten. Auf universelle Antworten oder Lösungen zu hoffen, wäre vermessen, denn die kann es schon deshalb nicht geben, weil die Randbedingungen in den einzelnen Unternehmen und bei den Leistungsverweigerern ganz unterschiedlich sein können. Natürlich kann man fordern, dass auch gut getarnte Leistungsverweigerung nicht hingenommen, sondern offen angesprochen und diskutiert wird, denn schließlich müssen andere die Verweigerung ausbaden. Das erfordert jedoch auch den Mut zu Konflikten, der bei den Leistungsträgern nicht immer vorhanden ist, sonst könnte sich eine solche Situation nämlich erst gar nicht herausbilden. Die Autorin geht in ihrem Text auch darauf ein, wie man Leistungsverweigerer wird. Vielen Menschen macht ihre Arbeit einfach keinen Spaß, sie haben irgendwann die falsche Wahl getroffen und suchen Sinn in anderen Lebensbereichen. Andere sind schlicht überfordert, können mit Druck nicht umgehen und versuchen dies zu verbergen. Und dann gibt es auch noch Ursachen in der kindlichen Entwicklung, die ein Leistungsstreben später zu verhindern wissen. Eine einfache offene Ansprache wird da nicht helfen. Klar ist jedoch ein wichtiger Umstand in diesem Zusammenhang: Leistung wird gewöhnlich nicht aus Spaß verweigert, sondern weil es für diese Menschen ein durchaus erfolgreiches Konzept ist. Jeder Mensch sucht sich eine Nische, in der er möglichst energiesparend leben kann. Wenn die persönlichen und/oder die äußeren Umstände ein grundsätzliches Handeln als erfolgreich darstellen, besteht kein Anlass, etwas daran zu ändern. So jedenfalls kann man die entsprechenden Ausführungen im Text auch deuten. Leistung macht einsam, heißt eine Kapitelüberschrift in diesem Buch. Wer will schon einsam sein? Die angeblichen Streber kennen dieses Gefühl schon aus der Schule. Manchen macht das nichts aus, anderen schon. Was man jedoch auf keinen Fall tun sollte, so die Autorin, ist Leistungsverweigerung zu übergehen, denn dadurch wird sie eher größer als kleiner. Sollte es die Autorin vorgehabt haben, Leistungsträgern dafür Mut zu vermitteln, dann ist ihr das sicher gelungen. Das gesellschaftliche Klima, das Leistungsverweigerung erst hervorbringt, kann man als Einzelner kaum ändern. Man kann sich allerdings in seinem Umfeld schon wehren. Dazu bietet dieser Text genügend Anregungen, auch wenn er sich hauptsächlich bei der Beschreibung und Analyse solcher Vorgänge in Unternehmen aufhält. Das Buch liest sich trotz einiger Wiederholungen gut. Eine klarere Struktur und einige Verkürzungen hätten es noch besser gemacht. Natürlich kann man das Buch auch leicht missverstehen, wenn man es denn will. Der Autorin geht es nicht darum, Überforderungen zur Normalität zu erheben, sondern um die Verweigerung von Leistungen, die man entsprechend seiner Qualifikation im Rahmen seines Arbeitsvertrages erbringen könnte. So jedenfalls habe ich es verstanden.

Mein Eindruck
von HSL am 14.03.2018

Das Buch „Ihr kriegt den Arsch nicht hoch“ beschreibt den Zustand von Leistungswillen in verschiedensten Generationen aller Altersschichten, Hierarchieebenen, Branchen, Berufsgruppen, Unternehmen, Verbände, Vereine und Familien. So wird auch behauptet, dass in Vorstellungsgesprächen nicht mehr Fragen des Gehaltes an erste Stelle... Das Buch „Ihr kriegt den Arsch nicht hoch“ beschreibt den Zustand von Leistungswillen in verschiedensten Generationen aller Altersschichten, Hierarchieebenen, Branchen, Berufsgruppen, Unternehmen, Verbände, Vereine und Familien. So wird auch behauptet, dass in Vorstellungsgesprächen nicht mehr Fragen des Gehaltes an erste Stelle stehen, sondern die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben. Sogar in Universitäten lassen die Studenten ihren Einsatz im Briefing (Unterrichtung), also zu einem wichtigen Ereignis oder vor einem Projekt, als belanglos erscheinen. Ein Großteil gut ausgebildeter junger Menschen, die Generation Y (Jahrgänge 1980-2000) wollen diesen alltäglichen Stress nicht mehr und verbergen es galant und unter dem Motto, schließlich muss ich ja meine Rechnungen bezahlen. An dieser Stelle muss sich allerdings die ältere Generation Gedanken machen, denn die globalen Probleme haben sie geschaffen. Nur kommt dazu, dass eben die jüngere Generation ziemlich arrogant über ihre Leistungsbereitschaft hinweg sieht, also keine Macher sind. Die wahre Leistungselite wird immer kleiner, beobachtet die BWL-Professorin Evi Hartmann. Sie lehrt und forscht an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und sie ist außerdem Mutter von 4 Kindern. Die Autorin betont weiterhin, dass unsere Gesellschaft die Leistungselite bestraft und diejenigen mit Selbstdarstellung und Leistungsverweigerung (Psydo-Elite) belohnt. An diesen Übergang zum 1.Kapitel zitiert Frau Hartmann eine Aussage von Steve Jobs, die in etwa lautet, nur wer seine Arbeit und das was er tut liebt, kann Großartiges leisten. Insgesamt ob in der Politik oder Wirtschaft haben wir Elitegruppen die wirklich etwas bewegen und solche die unsere Wertevorstellungen vernichten und trotzdem gehören sie der Elite an. Arbeit wird heute als notwendiges oder gar gesundheitliches Übel angesehen und somit stimme ich zu das diese Gruppe einen schon zum Wahnsinn treiben kann, indem sie permanent bei Aufgabenverteilung weg schauen, zum Fenster hinaus, aufs Handy, in den Computer und so weiter. Sehr gut wird Leistung, also ein Vorhaben und das was in Zukunft herauskommen soll aufgegriffen und der darauf eintretende Erfolg macht den großen Unterschied zum Spitzensportler mit Sieg oder nur Zweiter zu sein besonders klar. So sind Aktienkurse, Erfolgskennzahlen wie Umsatz oder Auftragskennzahl in Unternehmen eine falsche Leistungsbeurteilung, die aber dem Spitzensportler voll und ganz zustehen würde. Mitunter waren die Ausführungen der Autorin schon provozierend und trotzdem wahr. Es gibt diese zwei unterschiedliche Gruppen. Aber letztendlich muss hier Ursachenforschung betrieben werden und nicht nur anprangern und im Grunde hängt es an der Perspektivlosigkeit und am gesamten Werteverfall der Gesellschaft, in Politik und Wirtschaft, die eben fast alle nur Macht und $$$-Zeichen im Auge haben. Es ist ein Buch mit Zwiespalt, was sich im Laufe der letzten 20 Jahre sehr stark herausgebildet hat.