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Jahre später

Roman

April Band 3

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Die Anatomie einer toxischen Partnerschaft.
Mit »Das Mädchen« und »April« – beide auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis – schrieb Angelika Klüssendorf die Geschichte einer starken jungen Frau, die ihren Weg geht unter widrigen Umständen. »Jahre später« erzählt nun von der intensivsten, aber auch zerstörerischsten Beziehung des erwachsenen Mädchens April – ihrer Ehe.
Auf einer Lesung lernt sie einen Mann kennen, der April zunächst durch seine dreist raumnehmende Art auffällt. Es ist nicht Sympathie, die sie zusammenführt. Es ist eine andere Form der Anziehung: Intensität. Angelika Klüssendorf erzählt, wie eine Liebe zwischen zwei radikalen Einzelgängern entsteht, die beide mit ihren eigenen Mitteln versuchen, ins Soziale zu finden und zu sich selbst. Es ist eine Geschichte von der Bereitschaft, sich zu öffnen, von glühender Gemeinsamkeit, aber auch den unaufhaltsamen Fliehkräften, die das Paar auseinandertreiben. Ohne jemals Partei zu ergreifen oder seine Figuren zu denunzieren, entwickelt »Jahre später« die Anatomie einer toxischen Partnerschaft. Als Leser wünscht man bis zuletzt, dass es gelingen möge, und zugleich, dass es endlich ein Ende hat mit den beiden. Ein Buch, das keinen Moment lang unberührt lässt.
»Lebensprall und traurig, unsentimental und präzise, mit grosser Lakonie: ein Meisterwerk« Die Jury des Deutschen Buchpreises 2014 über Angelika Klüssendorfs »April«
Rezension
"Klüssendorfs minimalistische Prosa ist wie die Axt, die das Wichtige vom Unwichtigen trennt, sie ist schmucklos und grosse Kunst. [...] Angelika Klüssendorf [gehört] zu den wichtigsten Autorinnen ihrer Generation." Thomas Andre Hamburger Abendblatt 20180208
Portrait
Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute lebt sie in der Nähe von Berlin. Sie veröffentlichte unter anderem die Erzählungen 'Sehnsüchte' und 'Anfall von Glück', den Roman 'Alle leben so', die Erzählungsbände 'Aus allen Himmeln' und 'Amateure'.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 29.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04776-9
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20.8/13.3/2 cm
Gewicht 286 g
Verkaufsrang 24267
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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feinsinnige Typologie.
von J. Kaiser am 01.12.2018

Auf einer Lesung lernt sie einen Mann kennen, der April zunächst durch seine dreist raumnehmende Art auffällt. Es ist nicht Sympathie, die sie zusammenführt. Es ist eine andere Form der Anziehung: Intensität. Erzählt wird, wie eine Liebe zwischen zwei radikalen Einzelgängern entsteht, die beide mit ihren eigenen Mitteln versuche... Auf einer Lesung lernt sie einen Mann kennen, der April zunächst durch seine dreist raumnehmende Art auffällt. Es ist nicht Sympathie, die sie zusammenführt. Es ist eine andere Form der Anziehung: Intensität. Erzählt wird, wie eine Liebe zwischen zwei radikalen Einzelgängern entsteht, die beide mit ihren eigenen Mitteln versuchen, ins Soziale zu finden und zu sich selbst. Es ist eine Geschichte von der Bereitschaft, sich zu öffnen, von glühender Gemeinsamkeit, aber auch den unaufhaltsamen Fliehkräften, die das Paar auseinandertreiben. Ohne jemals Partei zu ergreifen oder seine Figuren zu denunzieren, entwickelt Jahre später die Anatomie einer toxischen Partnerschaft. Als Leser wünscht man bis zuletzt, dass es gelingen möge, und zugleich, dass es endlich ein Ende hat mit den beiden. Ein Buch, das keinen Moment lang unberührt lässt. Wenn Grau als Farbe für Jahre später bestimmt, meine ich das nicht im Geringsten negativ: Es ist in meinen Augen nur nach wie vor die Farbe der unsicheren Protagonistin April. So sei auch die Bilanz grau getönt, die April in Jahre später über ihre gescheiterte Ehe ziehe. Gut gefallen hat mir die feinsinnige Typologie.

Jahre später
von einer Kundin/einem Kunden am 20.09.2018

Mit ihren Roman „Jahre später“ schließt die Autorin ihre Trilogie, die mit „Das Mädchen „ und „April“ begonnen hat, ab. Die Protagonistin lernt Ludwig, einen erfolgreichen Chirurgen, kennen. Aus „Aprils“ Sicht wird die stürmische Liebesgeschichte und spätere Intellektuellen-Ehe geschildert. Beide Persönlichkeiten passen eigen... Mit ihren Roman „Jahre später“ schließt die Autorin ihre Trilogie, die mit „Das Mädchen „ und „April“ begonnen hat, ab. Die Protagonistin lernt Ludwig, einen erfolgreichen Chirurgen, kennen. Aus „Aprils“ Sicht wird die stürmische Liebesgeschichte und spätere Intellektuellen-Ehe geschildert. Beide Persönlichkeiten passen eigentlich nicht zusammen. April, eine unberechenbare suchende Frau und Ludwig, eitel und selbstherrlich triften immer mehr auseinander. Der Roman enthält durchaus autobiographische Züge, in dem Angelika Klüssendorf ihre Erfahrungen mit dem bekannten FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, einfließen lässt. Die Geschichte ist dramaturgisch sehr gut aufgebaut und brilliert in einer bemerkenswerten Sprache.

gut durchkomponiert
von einer Kundin/einem Kunden am 31.08.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Jahre später setzt an die Vorgängerbücher Das Mädchen und April an. Wer diese Bücher kennt, kann sich vorstellen,was sie erwartet, aber das neue Buch hat einen etwas anderern Ton. Es fehlt die literarische Wucht ihrer ersten Bücher, dafür kommt es mir weniger nüchtern vor. Deswegen kann man sehr froh sein, dass es diesem drit... Jahre später setzt an die Vorgängerbücher Das Mädchen und April an. Wer diese Bücher kennt, kann sich vorstellen,was sie erwartet, aber das neue Buch hat einen etwas anderern Ton. Es fehlt die literarische Wucht ihrer ersten Bücher, dafür kommt es mir weniger nüchtern vor. Deswegen kann man sehr froh sein, dass es diesem dritten Teil gibt. April ist jetzt 30, lebt mit ihrem kleinen Sohn zusammen in Berlin und lernt den selbstbewussten Arzt Ludwig kennen. Anfangs geht es hauptsächlich um ihre Beziehung und wie diese auch April verändert. Es folgt Schwangerschaft, Heirat und Umzug nach Hamburg. Es wird eine schwierige Ehe, die Beziehung zum Scheitern verurteilt. Wie weit man in der Figur Ludwigs den ehemaligen Ehemann von Angelika Klüssendorf, Frank Schirmmacher, erkennen möchte ist letztlich jedem seiner Lesart nach überlassen, ich plädiere dafür, Ludwig erst einmal als fiktive Figur bestehen zu lassen. Fazit: Fällt gegenüber den kraftvolleren Vorgänger deutlich ab, ist aber doch geschickt gemacht und sehr lesenswert.