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Die Ladenhüterin

Roman

Die literarische Sensation aus Japan: Eine Aussenseiterin findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Beeindruckend leicht und elegant entfaltet Sayaka Murata das Panorama einer Gesellschaft, deren Werte und Normen unverrückbar scheinen. Ein Roman, der weit über die Grenzen Japans hinausweist.
Keiko Furukura ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stösst, einen sogenannten Konbini, beschliesst sie, dort als Aushilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Mass zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraha dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
Rezension
" Es ist diese vollendete Entfremdung, von der diese herzbitterliche, absurd komische Groteske erzählt. " DIE ZEIT 20180709
Portrait
Sayaka Murata wurde 1979 in der Präfektur Chiba, Japan, geboren. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen. Ihr Roman »Die Ladenhüterin« gewann 2016 mit dem Akutagawa-Preis den renommiertesten Literaturpreis Japans und war in mehr als einem Dutzend Ländern ein grosser Erfolg.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 145
Erscheinungsdatum 09.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03703-1
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 21.8/13.1/2 cm
Gewicht 268 g
Originaltitel Konbini Ningen
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Ursula Gräfe
Verkaufsrang 8233
Buch (gebundene Ausgabe)
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Fr. 25.90
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
27
13
3
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 17.05.2020
Bewertet: anderes Format

Faszinierende Blick auf die Japanische Gesellschaft durch die Augen einer Frau die nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht. Berührend und eindringlich.

Ein treffender Blick auf die japanische Gesellschaft
von hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 11.05.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In “Die Ladenhüterin” erzählt die Japanerin Sayaka Murata von sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten. Ihre Ich-Erzählerin Keiko hat schon als Kind nicht den gesellschaftlichen Konventionen entsprochen und manche alltägliche Sprachregelung unerwartet anders interpretiert, was allerlei Schwierigkeiten nach sich zog. Jetzt, al... In “Die Ladenhüterin” erzählt die Japanerin Sayaka Murata von sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten. Ihre Ich-Erzählerin Keiko hat schon als Kind nicht den gesellschaftlichen Konventionen entsprochen und manche alltägliche Sprachregelung unerwartet anders interpretiert, was allerlei Schwierigkeiten nach sich zog. Jetzt, als Jobberin in einem 24-Stunden-Convenience Store, kann sie endlich alles strikt nach Vorgabe machen und fällt nicht mehr aus der Rolle. Pointiert und detailgenau beobachtet, legt Sayaka Murata die strengen und teils absurden Konventionen in der japanischen Gesellschaft offen. Denn selbst im Mikrokosmos ihres Konbinis benötigt ihre Protagonistin, die ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum reduziert hat, viel Einfallsreichtum, um sich an den Erwartungen ihrer Umwelt vorbei zu mogeln. So ist “Die Ladenhüterin”, in Japan unter dem Titel “Konbini Ningen” ein Bestseller, ein schonungslos-treffender, manchmal schon komödienhafter Blick auf eine Gesellschaft, deren Normen unverrückbar erscheinen. Derzeit beschreibt die Autorin in einer Kolumne der Süddeutschen Zeitung ihre Sicht auf den Corona-Alltag in Japan.

Über eine Frau, die ihren Job mehr liebt als alles andere auf der Welt
von einer Kundin/einem Kunden am 08.04.2020

Ich liebe die Geschichte von Keiko, der Ladenhüterin. Keiko arbeitet schon seit 18 Jahren als Aushilfe in ein und demselben Supermarkt. Er war sozusagen ihre zweite Geburt, denn vor ihrer Arbeit im „Konbini“ war sie, nachdem sie mit ihrer forschen und eigenwilligen Art zu oft anneckte, eine stille, unscheinbare Studentin. Aber d... Ich liebe die Geschichte von Keiko, der Ladenhüterin. Keiko arbeitet schon seit 18 Jahren als Aushilfe in ein und demselben Supermarkt. Er war sozusagen ihre zweite Geburt, denn vor ihrer Arbeit im „Konbini“ war sie, nachdem sie mit ihrer forschen und eigenwilligen Art zu oft anneckte, eine stille, unscheinbare Studentin. Aber durch die Regeln und Gepflogenheiten, die eine Angestellte zu beachten hat, fand Keiko Struktur, Sicherheit und fast so etwas wie Geborgenheit in ihrem Job, der schon immer viel mehr für sie war als das. Man merkt in jeder Zeile, wie inbrünstig sie ihren Arbeitsplatz liebt, und bei den vielen detaillierten Beschreibungen der Ablaufe merkt man definitiv, dass auch die Autorin selbst in einem Convenience Store arbeitet. Alles hat seine Ordnung in Keikos Leben und dient nur dem Zweck, fit und gesund für die Arbeit zu sein. Aber dann taucht plötzlich ein Angestellter auf, der ihre hübsch geordenete Wwelt komplett auf den Kopf stellt... Sayaka Muratas Buch ist skurril, zynisch und zeichnet ein interessantes Bild der japanischen Gesellschaft. Wie viel ist ein Mensch wert, der nicht der Norm entspricht? Lesenswert für alle, die außergwöhnliche Geschichten schätzen.