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Lincoln im Bardo

Roman

Während des amerikanischen Bürgerkriegs stirbt Präsident Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Laut Zeitungsberichten suchte der trauernde Vater allein das Grabmal auf, um seinen Sohn noch einmal in den Armen zu halten. Bei George Saunders wird daraus eine allumfassende Geschichte über Liebe und Verlust, wie sie origineller, faszinierender und grandioser nicht sein könnte.

Im Laufe dieser Nacht, in der Abraham Lincoln von seinem Sohn Abschied nimmt, werden die Gespenster wach, die Geister der Toten auf dem Friedhof, aber auch die der Geschichte und der Literatur, reale wie erfundene, und mischen sich ein. Denn Willie Lincoln befindet sich im Zwischenreich zwischen Diesseits und Jenseits, in tibetischer Tradition Bardo genannt, und auf dem Friedhof in Georgetown entbrennt ein furioser Streit um die Seele des Jungen, ein vielstimmiger Chor, der in die eine grosse Frage mündet: Warum lieben wir überhaupt, wenn wir doch wissen, dass alles zu Ende gehen muss?
Rezension
»Ein solches Buch wird man so bald nicht wieder lesen.«
Portrait
George Saunders wurde 1958 in Amarillo, Texas, geboren, lebt heute mit seiner Frau und zwei Töchtern in Oneonta, New York, und ist Dozent an der Syracuse University. Er hat mehrere Bände mit Kurzgeschichten veröffentlicht, erhielt u.a. 2013 den PEN/Malamud Award und 2014 den Folio Prize. Das Echo auf seinen ersten Roman »Lincoln im Bardo« war überwältigend: Man Booker Prize 2017, Shortlist für den Golden Man Booker Prize, Premio Gregor von Rezzori 2018, New York Times-Nr.1-Bestseller, SWR-Bestenliste Platz 1 und Spiegel-Bestseller.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.05.2018
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 9783641211950
Verlag Random House ebook
Originaltitel Lincoln in the Bardo
Dateigröße 2007 KB
Übersetzer Frank Heibert
Verkaufsrang 50745
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Keine leichte Kost!
von einer Kundin/einem Kunden am 28.04.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Nun, dieses Buch steht für sich allein. Für Vielleser, die nicht genug kriegen können, von krassen Geschichten! Wirklich filmreifes Thema!

Jenseits!
von einer Kundin/einem Kunden am 19.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Vordergründig passiert gar nicht viel in "Lincoln im Bardo": Abraham Lincolns Sohn Willie stirbt, und Lincoln nimmt sich die Zeit, ihn noch mal allein auf dem Friedhof zu besuchen, um privat zu trauern. Doch um Willie herum scharen sich die Seelen der Toten, die von der engen Vater-Sohn-Bindung beflügelt werden, sich nicht mit i... Vordergründig passiert gar nicht viel in "Lincoln im Bardo": Abraham Lincolns Sohn Willie stirbt, und Lincoln nimmt sich die Zeit, ihn noch mal allein auf dem Friedhof zu besuchen, um privat zu trauern. Doch um Willie herum scharen sich die Seelen der Toten, die von der engen Vater-Sohn-Bindung beflügelt werden, sich nicht mit ihrem Status abzufinden. Was dieses Buch allerdings auszeichnet, ist nicht das Was, sondern das Wie. Die Bildflut ist so gewaltig, dass ich hoffe, dass Hayao Miyazaki es mal in die Finger bekommt und verfilmt. Die Betrachtungen der Toten hingegen erreichen eine Tiefe, die mit den philosophischsten Momenten in "Moby-Dick" mühelos mithalten können. Vor diesem Buch hielt ich George Saunders für einen okayen Kurzgeschichtenschreiber, doch sein erster Roman führte mich jenseits aller Erwartungen. Zu empfehlen für jeden, der Toni Morrison oder Salman Rushdie schätzt.

Am Gottesacker Lincolns
von einer Kundin/einem Kunden am 23.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Lincoln im Bardo“ ist ein Roman, der aus der Masse der Neuerscheinungen eindeutig heraussticht. George Saunders Stil ist gänzlich eigen. Es gibt darin keinen allwissenden Erzähler. Es sind die Toten, die am Gottesacker verweilen, die in beinahe ausnahmslos kurzen Sätzen und Kapiteln, ganz selten in ganzen Seiten zu Wort kommen.... „Lincoln im Bardo“ ist ein Roman, der aus der Masse der Neuerscheinungen eindeutig heraussticht. George Saunders Stil ist gänzlich eigen. Es gibt darin keinen allwissenden Erzähler. Es sind die Toten, die am Gottesacker verweilen, die in beinahe ausnahmslos kurzen Sätzen und Kapiteln, ganz selten in ganzen Seiten zu Wort kommen. Durchbrochen werden sie in ähnlicher Manier von Zeitungsausschnitten, Artikeln und Zeitzeugen. Seite für Seite entsteht aus diesem Wirrwarr, dieser Kakophonie, eine eigene emotionale Dynamik, die ich in dieser Form noch nicht erlebt und lesen durfte. George Saunders ist im anglikanischen Raum durch seine ShortStories dem breiten Lesepublikum bekannt. Hierzulande mit seinem Debütroman, für den er mit dem Man Booker Prize 2017 ausgezeichnet wurde. Definitiv ein Lesehighlight!