Warenkorb
 

Niedergang

Aufstieg und Fall der abendländischen Kultur - von Jesus bis Bin Laden

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

Das monumentale Werk über den drohenden Untergang der westlichen Kultur

In einem grossen, wortgewaltigen Werk erzählt der französische Philosoph Michel Onfray die 2000 Jahre alte Geschichte der jüdisch-christlichen Kultur, und er prophezeit ihren unaufhaltsamen Untergang. Onfray schildert ihren Aufstieg und ihre Blüte, dann die allmähliche Infragestellung des christlichen Weltbildes seit Renaissance und Aufklärung und schliesslich den Verfall in unseren Tagen, der einhergehe mit Nihilismus und Fanatismus, wie wir sie in unseren Gesellschaften erlebten. Den Angriffen mörderischer Ideologien wie der des radikalen Islamismus setze die liberale westliche Welt nichts entgegen. Und obgleich bekennender Atheist, erkennt Onfray die grosse Leistung der bedrohten jüdisch-christlichen Kultur: den Respekt für das menschliche Individuum.

Portrait
Der Philosoph Michel Onfray, geboren 1959 in Argentan/Frankreich, gründete 2002 in Caen die »Université Populaire«, eine Art Volksuniversität, zu der jedermann Zutritt hat. Jährlich besuchen Tausende Zuhörer seine Vorlesungen. Mit seiner Absage an alle Religionen und dem Plädoyer für ein freies, vernunftbestimmtes Leben entfachte er eine leidenschaftlich und kontrovers geführte Debatte. Er verfasste mehr als 50 Bücher, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt erschienen von ihm bei Knaus "Im Namen der Freiheit - Leben und Philosophie des Albert Camus" und "Anti Freud".
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 704
Erscheinungsdatum 14.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8135-0793-5
Verlag Knaus
Maße (L/B/H) 23.3/15.7/5 cm
Gewicht 979 g
Originaltitel Décadence
Übersetzer Enrico Heinemann, Stephanie Singh
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 44.90
Fr. 44.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen Versandkostenfrei
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
0
0
1
0

Erzählte Kulturgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 16.04.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Groß angelegt hat der französische Philosoph diese Erzählung unserer europäischen Kulturgeschichte. Als bekennender Atheist bespricht er als Ausgangspunkt das Christentum und dessen Herkunft und Verbreitung. Dabei ist er äußerst kritisch, schreibt aber mit größter Sachkenntnis von dessen kulturstiftender Wirkung. Über die Jahrh... Groß angelegt hat der französische Philosoph diese Erzählung unserer europäischen Kulturgeschichte. Als bekennender Atheist bespricht er als Ausgangspunkt das Christentum und dessen Herkunft und Verbreitung. Dabei ist er äußerst kritisch, schreibt aber mit größter Sachkenntnis von dessen kulturstiftender Wirkung. Über die Jahrhunderte betrachtet er die weltanschaulichen Gedanken und Richtungen, besonders viel erfährt der Leser über die französische Revolution von 1789 und erkennt (erschreckende) Parallelen zu den Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Nein, optimistisch kann man nicht werden bei den Betrachtungen, die zeigen, wie gnadenlos und grausam Macht von jeher missbraucht wurde. Doch dazu ist das Buch wohl nicht gedacht, es ist vielmehr eine große und gut, oft sogar spannend erzählte Geschichtsbetrachtung, die Epochen und Strömungen daran misst, wie es mit der Würde des einzelnen Individuums bestellt war und ist.

19. Jhdt remixed - das kann nicht gut gehen!
von S.A.W aus Salzburg am 11.06.2018

"Eine Kultur schöpft ihre Kraft immer aus der Religion, die sie legitimiert" - um diesen dümmsten Satz, den ich je von einem neuzeitlichen Autor gelesen habe, der sich noch dazu als Atheist versteht, konstruiert Michel Onfray seine fragwürdigen Argumentationen, die allesamt drittklassige Aufgüsse von Thesen des 19. Jhdt. sind. ... "Eine Kultur schöpft ihre Kraft immer aus der Religion, die sie legitimiert" - um diesen dümmsten Satz, den ich je von einem neuzeitlichen Autor gelesen habe, der sich noch dazu als Atheist versteht, konstruiert Michel Onfray seine fragwürdigen Argumentationen, die allesamt drittklassige Aufgüsse von Thesen des 19. Jhdt. sind. Gott ist tot (Feuerbach 1841), aber der Islam wird die Welt beherrschen. Die Christen glauben nicht mehr intensiv genug, deswegen geht das Abendland unter (Oswald Spengler 1918) Die Werte von Säkularisierung und Demokratie werden verschwinden, weil Europa sich vom Christentum abgewandt hat, aber Gott gibt es ja eh nicht (geht's noch????) Durch das ganze Buch zieht sich eine Marianengraben-tiefe Ambivalenz zwischen Atheismus und magischer Vergötzung des Eingottglaubens, der offensichtlich der zentrale Kern von Kultur sein soll (Papst Benedikt-Ratzinger hätte seine Freude daran, aber bitte aus welcher Sozio-, Psycho- Philo- oder sonstwie Logik bezieht der Autor dieses aberwitzige Argument? Um den logischen Widerspruch zu verschleiern, der dieses Buch eigentlich unsinnig macht, wird alles aufgewärmt, was die letzten 200 Jahre an Religions- und Kulturkritik aufzubieten hatten. Die katholische Kirche ist eine Mischkulanz aus Märchen, Lügen und Machtspielen, ja, das können kritische Geister seit Martin Luther nachlesen, Karl Marx hat es bestens formuliert und Karl-Heinz Deschner akribisch dokumentiert, da brauchen wir Onfrays lauen Aufguss nicht. Dass trotzdem 2 Milliarden Menschen an Christus glauben und ein Papst Franziskus weltweit als moralische Autorität anerkannt ist, das ist einem Atheisten halt schleierhaft. Der Untergang des Abendlandes wird seit 100 Jahren bemäkelt und hunderte Kulturphilosophen haben sich an Oswald Spengler abgearbeitet, seine Thesen widerlegt und jetzt jammert halt Onfray als 100. oder 1000. Kulturpessimist. Dass die Innovationskraft des Westens gerade den ganzen Globus umgekrempelt und ökonomisch geeint hat, dass alle Kulturen der Welt gerade diesen Impuls aufgreifen und mit regionalen kreativen Antworten erweitern - ja wen kümmern denn solche unwichtigen Realitäten? Dass die Befreiung aus dem religiösen Gefängnis der Kirche zur globalen Wissenschafts- und Technikrevolution geführt hat, aus der weithin sichtbar eine neue Weltkultur hervorgeht, vielleicht sogar eine neue Weltspiritualität - ja wen interessiert denn so was, wenn es gilt, die hehre Weltuntergangsstimmung hochzuhalten? Dass der Islam dereinst die Welt beherrschen soll, nachdem er die letzten 100 Jahre lang von christlichen Nationen gedemütigt und unterdrückt worden ist und sich nur deshalb radikalisiert, aber auch den Fortschritt verweigert hat - das mögen ungebildete Verlierer in ihren Ängsten befürchten, aber einer akademischen Diskussion ist solcher Schmarrn nicht würdig. Ich habe das Buch, wie man wohl merkt, nicht zu Ende gelesen - dazu reichte meine intellektuelle Leidensfähigkeit nicht aus. Ob Onfray glaubt, was er da schreibt, oder es nur aus Berechnung zu Papier gebracht hat, ist mir inzwischen herzlich egal. Opelt Rüdiger, Autor von "2100. Die neue Welt. Wie wir die Zukunft retten." P.S.: Die wunderschöne Sagrada Familia in Barcelona als Musterbeispiel einer westlich-dekadenten Ruine hinzustellen, macht fassungslos und zeigt, welch (Un)geistes Kind der Autor ist. Dass Katalonien wegen Beleidigung seines nationalen Symbols eine Fatwa gegen Onfray ausspricht, ist unwahrscheinlich, aber jeder Katalane und jeder Heimatliebende jedweder Weltgegend würde es verständlich finden, Onfray hingegen sich in seinem Defätismus bestätigt fühlen. Denn nichts verhindert Dialog und dialektisches Denken besser als eine selbsterzeugte und selbsterfüllende Prophezeiung. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Deutschland gewinnt den Krieg. CreateSpace 2017“