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Kenia Valley

Roman

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gebundene Ausgabe
Theo ist fünfzehn, als er mit seiner Familie in den 1920er Jahren aus England nach Kenia kommt. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie kennen. Ihre exotische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Exzentrik, Affären und Partys, das berühmte Happy Valley Set. Theo verliebt sich in die unerreichbare Sylvie und lässt sich mitreissen von der abenteuerlichen Welt, wo scheinbar alles möglich ist.
Als Theo nach seinem Studium in England nach Kenia zurückkehrt, ist nichts wie zuvor. Das Land hat sich verändert, und er sich auch. Sein Vertrauen in die Freunde und ihre kleine Welt inmitten des kolonialen Afrika bekommt Risse – und die Lage wird zunehmend bedrohlich.
Rezension
»(Gordon) ist es gelungen, sich in ihrem Roman an einer ganzen Reihe von Fragen abzuarbeiten, ohne sich dabei zu verheddern (...)«
Portrait
Gordon, Kat
Kat Gordon hat lange Ostafrika bereist und ein Jahr in Kenia gelebt. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und machte ihren Master in Creative Writing am Londoner Royal Holloway College. Ihr Debüt The Artificial Anatomy of Parks erschien 2015 bei Legend Press und war auf der Shortlist für "Not the Booker". Sie lebt in London.

Gerhardt, Mayela
Mayela Gerhardt studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und London. Sie übersetzt aus dem Englischen, Spanischen und Französischen und lebt in Barcelona.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 24.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-00277-5
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 21.7/14/4.1 cm
Gewicht 594 g
Übersetzer Mayela Gerhardt
Verkaufsrang 95938
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
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Sex, Drugs & Rock’n Roll in den 20er und 30er Jahren in Kenia...
von Annis-Bücherstapel am 20.10.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Der historische Roman „Kenia Valley“ von Kat Gordon ist am 24. April 2018 im Atlantik-Verlag erschienen und spielt in Kenia in den 20er und 30er Jahren. Der 15-jährige Theo zieht mit seiner Familie von England nach Kenia, weil sein Vater dort für den Bau der Eisenbahnlinie verantwortlich ist. Kurz nach seiner Ankunft lernt er... Der historische Roman „Kenia Valley“ von Kat Gordon ist am 24. April 2018 im Atlantik-Verlag erschienen und spielt in Kenia in den 20er und 30er Jahren. Der 15-jährige Theo zieht mit seiner Familie von England nach Kenia, weil sein Vater dort für den Bau der Eisenbahnlinie verantwortlich ist. Kurz nach seiner Ankunft lernt er den charismatischen Freddie und die wunderschöne Sylvie kennen und fühlt sich nicht nur von ihnen sondern auch von deren exotischer Welt angezogen. Er lässt sich mitreißen und verliebt sich in Sylvie, doch die hat nur Augen für andere. Nach seinem Studium in England kommt Theo zurück nach Kenia, doch nichts ist mehr, wie es mal war. Seine Freunde haben sich verändert, der sich anbahnende zweite Weltkrieg streckt seine Fühler auch in Kenia nach neuen Anhängern aus und Theo sieht das Leben mittlerweile mit anderen Augen. Vor ihm liegt eine aufregende Zeit, die geprägt ist von wilden Abenteuern, aber auch von großen Enttäuschungen und seinem inneren Konflikt, für wen er sich letztendlich entscheiden soll, für seine Freunde und deren Welt oder für seine Familie, mit allen Verpflichtungen, die damit verbunden sind. Einen Tag habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich einerseits aufgewühlt, andererseits zufrieden zurücklässt, ob Theo’s abschließender Entscheidung. Das Cover finde ich sehr gelungen. Es passt wirklich ausgesprochen gut zu der Geschichte. Gleiches gilt für den Klappentext. Er führt den Protagonisten und den Hauptkonflikt ein und schafft eine erste Stimmung für den Leser/ die Leserin. Theo Miller ist ein 15-jähriger, recht zurückhaltender junger Mann, den es durch den beruflichen Werdegang seines Vaters nach Kenia verschlägt. Dort lernt er eine völlig neue Welt kennen, die ihn reizt: Partys, Alkohol, Geld und schöne Frauen, die offen sind für so ziemlich alles. Er findet immer mehr Gefallen daran und lässt sich von all dem mitreißen. Erst nach seinem Studium in England lernt er, diese Welt mit eigenen Augen zu sehen und einzuordnen und erkennt die Oberflächlichkeit der Menschen und der Gesellschaft. Theo ist eine sehr aktive Hauptfigur, die sich allen Hindernissen stellt und die eine wunderbare Entwicklung durchmacht. Ich fand Theo sympathisch, authentisch und auch nachvollziehbar, in dem was er gemacht und wie er entschieden hat. Ganz besonders gelungen fand ich seine letzte Entscheidung, die zu einem gelungenen, runden Abschluss der Geschichte führte und von seiner gewonnenen Reife zeugt, aber auch seine Einstellung zu dem Ganzen zeigt. Auch alle anderen Figuren fand ich sehr gelungen. Jede war einzigartig, hatte ein eigenes Ziel / eine eigene Motivation und hat zur Entwicklung der Geschichte beigetragen. Es wurde mit ein paar Klischees gearbeitet. Das gehörte für meinen Geschmack aber dazu, um die damaligen Lebensverhältnisse zu zeigen. Ganz besonders beeindruckt hat mich Maud. Sie ist eine starke Frau, die offen und ehrlich ihre Meinung sagt und sich über Zwänge durch die Gesellschaft hinwegsetzt. Dabei ist sie sehr mutig und lässt sich nicht einschüchtern. Auch das Setting fand ich sehr gelungen. Es ist mal etwas anderes und hebt sich damit von anderen Büchern dieses Genres ab. Die Handlung hat mir insgesamt auch gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve aufgebaut, mit vielen verschiedenen Konflikten und auch mit einigen überraschenden Wendungen. Trotzdem gab es ein paar Längen. Mir war die Handlung an einigen Stellen zu monoton, insbesondere wenn es ums Feiern und um die Schwärmerei für Sylvie ging. Die Situationen waren häufig leider sehr ähnlich. Die Nebenerzählstränge waren auch sehr gelungen. Das hat zusätzlich Spannung mit aufgebaut, aber auch die Hauptstory ergänzt. Was dann alles kurz vor dem Ende passiert ist, hat mich doch etwas aufgewühlt. Wie schnell sich damals bestimmte Tendenzen entwickelt haben und wie diese abgestraft wurden, ist immer wieder erschreckend. Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es sehr passend. Aber wie liest sich das Buch nun? Es sind 32 längere Kapitel + Prolog, die in der Ich-Form im Präteritum aus Theo’s Sicht und der Prolog in der 3. Person Singular in der personalen Erzählform im Präteritum geschrieben sind. Das hat meinen Geschmack absolut getroffen, um Theo gut verstehen und nachvollziehen zu können. Der Schreibstil ist toll. Sehr angenehm, flüssig und bildreich. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen fand ich überaus gelungen, weil man sich alles sehr gut vorstellen und sich in die Situationen hineindenken und fühlen konnte. Auch die Dialoge haben mir gefallen. Sie waren umgangssprachlich und vom Ausdruck her an die vorherrschende Zeit angepasst. Besonders hervorheben muss ich aber unbedingt die gelungene Darstellung der Entwicklung der Gesellschaft, die ersten Ausläufer des nahenden zweiten Weltkriegs und die damit verbundenen Entwicklungen. Das hat mich echt gepackt. Mein Fazit nach 432 Seiten: „Kenia Valley“ ist ein historischer Roman, der sehr eindrucksvoll zeigt, dass man sich nicht blenden lassen und nur immer die schönen Seiten von etwas betrachten sollte, sondern immer hinter die Fassade schauen und sich kritisch mit allem auseinandersetzen sollte. Wer einen unterhaltsamen, historischen (Liebes-)Roman sucht, der in den 20er und 30er Jahren in Kenia spielt und die Themen „die Rolle der Frau“ und „Rassismus/Unterdrückung“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein. Von mir erhält dieses Buch eine klare Kaufempfehlung (4/5 Sternen), weil die Figuren sehr authentisch und einzigartig sind und die Handlung mal etwas anderes ist. Außerdem ist der Schreibstil toll. Ein Sternchen ziehe ich ab für die Längen im Buch. Trotzdem ist es ein sehr gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann. Vielen Dank an Kat Gordon für diese Geschichte.

Ausgesprochen spannend und exotisch
von einer Kundin/einem Kunden am 14.09.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Bei diesem Buch von Kat Gordon hat es der Atlantik Verlag tatsächlich geschafft, dass ich das Buch wegen des Covers in die Hand genommen habe. Das Martiniglas unten in der Mitte, die Zebras und Flamingos und dann der rauchende Affe hatten irgendwie so etwas Faszinierendes und Britisches für mich. Es erinnerte mich an William Mor... Bei diesem Buch von Kat Gordon hat es der Atlantik Verlag tatsächlich geschafft, dass ich das Buch wegen des Covers in die Hand genommen habe. Das Martiniglas unten in der Mitte, die Zebras und Flamingos und dann der rauchende Affe hatten irgendwie so etwas Faszinierendes und Britisches für mich. Es erinnerte mich an William Morris und die Arts and Craft Bewegung. Also habe ich mir den Klappentext angeguckt, obwohl ich es ja bekanntermaßen nicht so mit exotischen Kulissen habe. Letztendlich hat dann den Ausschlag gegeben, dass die Geschichte ihren Anfang in den 20er Jahren nimmt. Kat Gordon erzählt die Geschichte von Theo. Theo ist 14 Jahre alt, als er mit seinen Eltern und seiner etwas jüngeren Schwester Maud neu in Kenia ankommt. Sein Vater ist Direktor der Eisenbahngesellschaft. Gleich am Anfang begegnen den beiden Kindern zwei junge, sehr attraktive Menschen, die so Mitte Zwanzig zu sein scheinen – Freddie und Sylvie. Theo ist fasziniert von den beiden und sucht ihre Nähe. Allerdings genießen diese beiden jungen Leute keinen guten Ruf, denn sie gehören zu der Clique des Happy Valley-Sets, einer Clique von zumeist britischen Staatsbürgern, die in Kenia das Leben ohne Rücksicht auf andere Menschen mit wilden Partys feiern, bei denen der Alkohol in Strömen fließt und eheliche Treue weit unten auf der Agenda steht. Da sich Theos Eltern nicht sehr für ihre Kinder interessieren, gerät Theo trotz seiner jungen Jahre immer tiefer in diesen Kreis hinein. Seine Schwester Maud, die für mich eine ausgesprochen interessante Nebenrolle spielt, entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Wie lange kann so ein Leben, wie es die die Happy Valley People leben, gut gehen? Mich hat diese Geschichte fasziniert, aber auch teilweise schockiert. Warum haben sich Freddie und Sylvie so um den jungen Theo bemüht? Er war doch noch fast ein Kind? Und warum sind seine Eltern nicht dagegen eingeschritten? Das Leben der Happy Valley People war anscheinend sogar noch wilder als das wilde Leben der Lost Generation in Paris. Es war ein Abgesang auf alte Zeiten, wo auch im good old Europe jeder noch wusste, wohin er gesellschaftlich gehörte. Der 1. Weltkrieg hat dieses Sozialgeflecht in Europa zerstört, aber in Afrika in den Kolonien konnte man noch so leben, wie man es gewohnt war. Doch auch in Kenia ändert sich das Leben. Theo muss zum Studium der Ingenieurswissenschaften zurück nach Schottland. Als er sein Studium abgeschlossen hat, kehrt er 1933 nach Kenia zurück, um auch bei der Eisenbahngesellschaft zu arbeiten. Das Happy Valley Set gibt es noch, aber es hat sich trotzdem viel geändert. Es gibt auch in Kenia neue Bestrebungen, dass den Schwarzen deutlich mehr Bürgerrechte zugebilligt werden sollen. Und das passt so einigen auch von Theos Freunden nicht in den Plan. Das Ganze läuft auf ein großes, dramatisches Finale hinaus, mit dem ich so nicht gerechnet hatte, obwohl ich die ganze Zeit während des Lesens eine permanente Bedrohung gefühlt habe. Die Geschichte wird aus der Sicht Theos erzählt. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich Theo mochte. Ich habe ihn einfach nicht durchschaut. Was waren seine Wünsche, seine Ziele? Er muss ein sehr attraktiver Bursche gewesen sein, denn sonst hätten weder Freddie noch Sylvie an ihm Interesse gehabt. Er ist aber auch ein Mensch, in dem dunkel etwas brodelt, was nur in seltenen Situationen zum Ausbruch kommt. Wer wie ich keine Geschichten mag, bei denen Tiere zu Schaden kommen, den kann ich insofern beruhigen, dass es keine Safari-Szenen gibt, bei denen Tiere getötet werden. Aber ganz ohne Gewalt kommt ein Buch, das in so einer Zeit und Umgebung spielt, leider nicht aus. So war die Zeit damals. Für mich ist dieses Buch eine wilde Mischung aus F. Scott Fitzgerald trifft auf Ernest Hemingway und Tania Blixen. Es ist die verlorene Generation der zwanziger Jahre, die F. Scott Fitzgerald in seinen Romanen und Kurzgeschichten so gut beschreibt. Es ist aber auch das Afrika der Männer, was Ernest Hemingway so angezogen hat. Und natürlich hat es auch sehr viel mit dem Leben von Tania Blixen zu tun, wobei es in diesem Fall eher um das Leben ihres Mannes Bror geht, der sich ja auch gerne in solch illustren Kreisen aufgehalten hat. Ein ganz klein wenig habe ich bei der Lektüre auch an Stefanie Zweig „Nirgendwo in Afrika“ denken müssen. Und ganz tief in mir drin hatte ich noch Bilder des Films „Die letzten Tage in Kenya“ im Kopf, wobei dieser Film erst in den 40er Jahren spielt. Ein ausgesprochen spannender Roman, der eine ganz andere, inzwischen untergegangene Welt beschreibt.

von einer Kundin/einem Kunden am 13.09.2019
Bewertet: anderes Format

Ein opulenter Roman, schillernd und prickelnd. Vor dem inneren Auge lebt eine längst vergessene Gesellschaft wieder auf, dekadent und arrogant. Lebendig und lebensecht erzählt.