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Aufruhr in mittleren Jahren

Roman

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe
Ingrid und Jan sind seit 25 Jahren verheiratet und führen in Oslo, Norwegen, ein Leben in Wohlstand. Doch Ingrid kann nicht mehr - sie sieht alles schwarz. Die freudlose Ehe frustriert sie, das Engagement am Arbeitsplatz ist nur geheuchelt, und von den halbwüchsigen Söhnen ist kein Trost zu erwarten. Während Ingrid eine Therapie beginnt, schlittert Jan in eine Affäre mit seiner jungen Kollegin Hanne. Das dauert ein Jahr, dann zwingt Hanne den zaudernden Jan, Ingrid zu verlassen. Diese reagiert gelassen, zieht kurzerhand mit einer Matratze in ihr Auto und fühlt zum ersten Mal seit langem eine tiefe Zufriedenheit. Mitreissend und voll schwarzem Humor erzählt Nina Lykke vom Drama einer Familie - mit fast versöhnlichem Ausgang.
Portrait
Nina Lykke wurde 1965 geboren. Ihr Debüt Orgien, og andre fortellinger (2010) war für den norwegischen Jugendkritikerpreis nominiert. Ihren Durchbruch hatte Lykke mit ihrem Roman Aufruhr in mittleren Jahren (2016), der in Norwegen eines der am meisten besprochenen Bücher des Jahres war, den norwegischen Jugendkritikerpreis gewann und in Norwegens grösstem Bücherklub zum Buch des Monats gekürt wurde.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.02.2018
Sprache Deutsch, Norwegisch
EAN 9783312010714
Verlag Nagel & Kimche
Originaltitel Nei og atter nei
Dateigröße 1718 KB
Übersetzer Sylvia Kall, Ina Kronenberger
Verkaufsrang 24799
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 20.10.2019
Bewertet: anderes Format

Aha, auch im Musterland Norwegen ist die Gleichberechtigung doch nicht perfekt! Ingrids vorgeblich heile Welt zerbröckelt, aber, und das ist für sie selbst am erstaunlichsten, es macht ihr gar nicht viel aus. Passend zur Buchmesse jetzt als Taschenbuch, Norway today, lesen!

Am Rande des Nervenzusammenbruchs
von einer Kundin/einem Kunden am 13.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Sie sind Anfang bis Mitte 50 und gehören damit zu den denen, die als Zielgrupe auf kulturellen Veranstaltungskalendern inzwischen ganz ironiefrei in der Rubrik „junge Senioren“ aufgeführt werden? Sie sind lange verheiratet, haben erwachsene Kinder, stehen unangefochten im beruflichen Leben, haben viel erreicht und können, wenn s... Sie sind Anfang bis Mitte 50 und gehören damit zu den denen, die als Zielgrupe auf kulturellen Veranstaltungskalendern inzwischen ganz ironiefrei in der Rubrik „junge Senioren“ aufgeführt werden? Sie sind lange verheiratet, haben erwachsene Kinder, stehen unangefochten im beruflichen Leben, haben viel erreicht und können, wenn schon nicht glücklich, so doch mehr als zufrieden sein? Dann sind Sie reif für dieses Buch. Den Protagonisten Ingrid und Jan in Nina Lykkes preisgekröntem Roman bricht bei der Gretchenfrage „Was erwarte ich jetzt noch von meinem Leben?“ der kalte Schweiß aus. Sie haben längst erwachsene Söhne, die noch immer mietfrei und mit Rundum-Service bei den Eltern leben, diese aber dennoch - oder gerade deshalb – bestenfalls mit Gleichgültigkeit strafen, vermutlich aber ganz einfach verachten. Sie sind, was man wohl „gut situiert“ nennt. Sie haben eine angenehm konfliktarme, geregelte Gewohnheitsehe geführt und sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiterzugehen scheint. Ingrid, von lebenslangen Zwängen und Neurosen beherrscht, kann ihre innere Wut, ihren gelegentlichen unvernünftigen Drang, einfach nur noch zu schreien, kaum noch beherrschen und fühlt, wie die Energie, allmorgendlich wieder die Maske der Normalität aufzutragen, sie zunehmend verläßt. Ihr Mann Jan dagegen will sich noch einmal beweisen, will Verpaßtes, Ungelebtes endlich nachholen, seine gefühlte Jugend noch einmal so richtig ausleben, komplett mit junger Geliebter, aufregendem Sexualleben und – wer weiß – noch einmal mit Windeln und Babygeschrei. Schade nur, daß er sich an die angenehmen Seiten des Spießerlebens gewöhnt hat und sein wild entschlossenes „Alles-auf-Anfang“ gerne mit Rückkehrgarantie zu der möglichst geduldig und verständnisvoll auf ein Ende seiner Selbstfindungsphase wartenden Ehefrau hätte. Selbstfindung auf Probe sozusagen. Was aber, wenn die Geliebte sich weniger als Jungbrunnen, denn als fordernd, hysterisch und (sex)besessen entpuppt, ihre biologische Uhr deutlich ticken hört und jetzt endlich, nach jahrelanger Rastlosigkeit, Nägel mit Köpfen machen will? Nina Lykkes Roman ist ein messerscharfes, bisweilen ätzendes, aber äußerst gelungenes Psychogramm unserer allzu reibungslos funktionierenden (gut)bürgerlichen Gesellschaft, deren Einfamilienhaus-Kulissen unser Leben Lügen straft. Wir funktionieren nur noch mit äußerster Mühe, und sind Schauspieler unserer Selbst im täglichen Theater zufriedener Normalität, ohne die Einsicht, wer wir sind und sein wollen auch nur zulassen zu können. Denn dann droht nicht nur die Fassade zu bröckeln, dann bricht unser ganzes sorgfältig aufgebautes Sicherheitsgerüst zusammen. Das ist mitunter böse und sarkastisch, aber leider auch allzu wahr. Man kann darüber lachen wie über eine gelungene Karikatur und seine diebische Freude daran haben, aber Vorsicht: an diesem Gelächter kann man sich schwer verschlucken

Bissige norwegische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 12.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine unangenehme Dreiecksbeziehung , bei der es allen drei Protagonisten so richtig an den Kragen geht. Doch wer hat am Ende die besseren Karten nach all dem Aufruhr in der Hand ? Beschwingte, scharfsinnige, herrlich bissige Lektüre !