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Was ein Mann ist

Roman

Weitere Formate

Taschenbuch
gebundene Ausgabe
"Ich bin nicht mehr jung - aber wann ist das passiert?", stellt James nach einem missglückten Flirt fest. Ob es der Teenager auf einer Interrail-Reise ist oder der in den Süden ausgewanderte Rentner: James und acht weitere Männer im Alter von siebzehn bis siebzig, unterwegs irgendwo in Europa, müssen sich beweisen, mit Frauen oder woran sie sich sonst klammern. Sie würden gerne stark sein. Meist aber sind sie feige, unbeholfen, eitel, wenn nicht gar widerwärtig. Und doch auch bemitleidenswert und zerbrechlich in ihrer verspäteten Reumütigkeit. Mit einzigartiger Raffinesse und Ironie dringt Szalay, der neue Star der britischen Literatur, mit seinem Roman in die wenig erkundete Psyche des modernen Mannes.
Portrait
David Szalay, 1974 in Montreal, Kanada, geboren, wuchs in London auf. Er studierte an der Universität Oxford. Mit Was ein Mann ist, seinem vierten Roman, der 2018 bei Hanser erschienen ist, kam er 2016 auf die Shortlist des Man-Booker-Preises.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.02.2018
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 9783446259461
Verlag Hanser
Originaltitel All that man is
Dateigröße 2136 KB
Übersetzer Henning Ahrens
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2019
Bewertet: anderes Format

Zärtliche und warmherzige Porträts durchweg einsamer Männer in einer bestimmten Lebensphase, verpassten Chancen, sexuellen Frusts und der Sehnsucht, was sein könnte. Berührend!

Wann ist ein Mann ein Mann?
von einer Kundin/einem Kunden am 29.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das geschwächte Geschlecht steckt in einer Krise. Nicht erst seit #me too ist Mann gefordert sich auch mal zu schämen, für das was er ist. Doch wie ist der moderne europäische Mann von heute eigentlich? Mit dieser Frage beschäftigt sich der sehr lesenswerte Roman des in Kanada geborenen Briten David Szalay. Auf betont unsentim... Das geschwächte Geschlecht steckt in einer Krise. Nicht erst seit #me too ist Mann gefordert sich auch mal zu schämen, für das was er ist. Doch wie ist der moderne europäische Mann von heute eigentlich? Mit dieser Frage beschäftigt sich der sehr lesenswerte Roman des in Kanada geborenen Briten David Szalay. Auf betont unsentimentale Weise erzählt er von neun verschiedenen Männern aus unterschiedlichen Lebensabschnitten und sozialen Milieus quer durch Europa. Da ist zum Beispiel der Franzose Bernard, der in einer „unglaublich billigen“ Urlaubsabsteige auf der Suche nach erotischen Abenteuern zunächst Sex mit einer „unglaublich dicken“ Frau hat und dann auch noch mit deren kaum minder beleibten Mutter. Da ist der russische Oligarch Alexandr, der in einer Luxusjacht ziellos und suizidal gefährdet über das Meer schippert wie ein superreicher aber heimatloser Odysseus. Oder da ist ganz am Ende der 73 jährige Tony, der seinen Lebenswinter in Italien verbringt und sich weder dem nahenden Tod noch seine ungelebte Homosexualität eingestehen will. Szalays Männer, die er mit empathischer Ironie und leisem Humor großartig portraitiert, bekleckern sich alle nicht gerade mit Ruhm. So viel sei bereits verraten. Nach einem Jahr erzählter Zeit (die Kapitel folgen chronologisch in aufeinanderfolgenden Monaten eines Jahres) entsteht so etwas wie ein Bild eines männlichen Durchschnittseuropäers. Sympathisch? Nicht unbedingt. Doch was das Buch so lesenswert und aktuell macht, ist, dass es darin um mehr, als nur um Männerbefindlichkeiten geht. So lautet der englische Originaltitel des Buches eigentlich sehr viel allgemeiner und philosophischer „what man is“. Und so zeigt Szalay auch, wie man als Mensch in einem nahezu grenzenlosen Europa lebt, einem Europa, das sich nicht in erster Linie durch schrankenlose Solidarität oder Sinnerfüllung auszeichnet, sondern vor allem durch einen ungehemmten Kapitalfluss. Denn um Geld geht es (oft in Verbindung mit Sexualität) eigentlich in jeder Geschichte. Der eine hat es, der andere will es. Scheitern tun Szalays Protagonisten an dieser Fixierung so oder so. Sie alle befinden sich wie Europa selbst in einer mehr oder weniger existenziellen Krise für die sie nur halbherzige Lösungen finden. Nicht gerade ermunternd, wäre da nicht der wunderbare Erzähler, der den beschränkten Horizont seiner Figuren mitunter subtil unterwandert und erweitert, bis sich auch der Leser fragt, was man neben Geschlecht, Kapital und Nationalität sonst noch so sein kann, oder sein könnte. Für mich eine klare Empfehlung, nicht nur für Männer.

Traurigschöner Episodenroman
von einer Kundin/einem Kunden am 28.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Obwohl die 9 Protagonisten in den Geschichten vordergründig nichts miteinander zu tun haben, ergibt sich am Ende doch ein abgeschlossenes Bild des modernen Mannes und der Krux, in dieser Welt zu leben, in der Traditionen und das klassische Männerbild so gar keine Attraktivität mehr besitzen. Ich las den Roman mit Freude, David S... Obwohl die 9 Protagonisten in den Geschichten vordergründig nichts miteinander zu tun haben, ergibt sich am Ende doch ein abgeschlossenes Bild des modernen Mannes und der Krux, in dieser Welt zu leben, in der Traditionen und das klassische Männerbild so gar keine Attraktivität mehr besitzen. Ich las den Roman mit Freude, David Szalay ist ein begabter Mann, und sein Roman ist glänzend geschrieben. "Was ein Mann ist" ersetzt ganz gewiss Regale von Ratgeberliteratur!