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Idaho

Roman

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Ein flirrender Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand - und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Ist es Gnade, dass der Vater, Wade, langsam sein Gedächtnis verliert? Bald wird er nicht mehr wissen, welche Tragödie sich an jenem Tag abgespielt hat, wie seine Töchter hiessen und seine Frau, Jenny, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Auch Ann, die Frau, deren Liebe gross genug ist, um zu Wade in das leere Haus zu ziehen, wird nie den Hergang der Tat erfahren. Aber mit jedem Tag an Wades Seite erkundet sie genauer, was damals geschehen ist, und nimmt schliesslich Kontakt zu Jenny auf. Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns.
Portrait
Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers' Workshop. Ab Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. "Idaho" ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783446259621
Verlag Hanser
Dateigröße 1715 KB
Übersetzer Stefanie Jacobs
Verkaufsrang 25440
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
8
4
3
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2019
Bewertet: anderes Format

Ein leises Buch das mich mit Wucht getroffen hat und lange nachhallt.

Familiendrama, Dreiecksgeschichte, Psychogramm, "Orange is the New Black"
von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Gestern wurde verkündet, dass Emily Ruskovich für ihren Erstlingsroman den International Dublin Literary Award (dotiert mit “schlappen” 100.000 Euro) erhalten hat. Der bereits 2017 in den USA, 2018 in deutscher Übersetzung erschienene Roman scheint hierzulande weitgehend durchs Raster gefallen zu sein. Andernorts offensichtlich ... Gestern wurde verkündet, dass Emily Ruskovich für ihren Erstlingsroman den International Dublin Literary Award (dotiert mit “schlappen” 100.000 Euro) erhalten hat. Der bereits 2017 in den USA, 2018 in deutscher Übersetzung erschienene Roman scheint hierzulande weitgehend durchs Raster gefallen zu sein. Andernorts offensichtlich auch, denn lediglich eine kleine Bücherei in Belgien hatte den Vorschlag für die Nominierung eingereicht. Diese Preisverleihung ist der beste Beweis, dass der Roman es nicht verdient hat, ignoriert zu werden. Und es nährt die Hoffnung, dass es um die Halbwertszeit und den rasanten Verfall der Neuerscheinungen heutzutage vielleicht doch nicht so schlecht bestellt ist. Das Taschenbuch erscheint diesen Herbst. Liegt der verhaltene Erfolg auch am Cover? Es ist zwar sehr schön, will aber so gar nicht zum Inhalt passen. Idaho liegt im Nordwesten der USA gleich links neben Montana, was heißt: Rocky Mountains, eiskalte Winter, eher Ruppigkeit und Nadelbäume als exotische Orchideen. Dann heißt es auf der Rückseite auch noch “Dieses Buch hat die kühle Schärfe frischer Limonade” (Rachel Joyce): So ein Quatsch! All das leitet fehl: einmal quer diagonal durch bis in den Südosten, nach Louisiana oder Alabama, auch wenn Idaho drauf steht? Aber Idaho ist drin. Gras, Schnee, Lärchen. Eine Kleinstadt namens Ponderosa, deren Schule in einem Container untergebracht ist. Ein einsames Haus mit Schuppen ganz oben auf dem Berg, die weit entfernten Nachbarn klassische Hillbillys. Dort lebt Wade mit seiner Frau Jenny und zwei Töchtern, bis Jenny im Affekt eines der Kinder mit einer Axt erschlägt. In Panik flieht die zweite Tochter in den Wald und bleibt verschollen. All is not well, das kann man sich denken. Wade heiratet dennoch die zwölf Jahre jüngere Lehrerin, die seine Kinder unterrichtet hat. Eigentlich ist dieses Buch eine Dreiecksgeschichte zwischen Wade, Jenny und seiner zweiten Frau Ann, die besessen über Jenny zu recherchieren beginnt. Sie wurde lebenslänglich verurteilt. Die Gefängnispassagen lesen sich wie eine Art “Orange is the New Black.” Bald beginnt man sich zu fragen, wie lange diese Dreiecksgeschichte tatsächlich schon lief. Man merkt schon, dass Ruskovich aus der Creative Writing-Ecke kommt. Zwischen den Jahren 1995 und 2025 finden zahlreiche Zeitsprünge statt. Außerdem sind kleine überraschende Perspektivwechsel eingestreut. Die Autorin hat den Stoff meisterhaft umgesetzt, und ich mochte die dichte Atmosphäre sehr. Am meisten hat mich der Roman an Jayne Anne Phillips’ “Sommercamp” von 1994 erinnert, kurioserweise erst 2016 übersetzt. Ich habe nur einen persönlichen Kritikpunkt. 2025 hätte offen bleiben können, ich hätte das eigentlich offen- bzw. weggelassen.

Spannung pur!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Emily Ruskovichs Debüt ist kein klassischer Kriminalroman, dessen Fokus darauf liegt, einen Mord aufzudecken und sämtliche Beweggründe hinsichtlich des Tathergangs zu erklären. Ruskovichs Augenmerk liegt vielmehr auf der Gestaltung eines fesselnden psychologischen Dramas und der überzeugenden Beschreibung der komplizierten Gefüh... Emily Ruskovichs Debüt ist kein klassischer Kriminalroman, dessen Fokus darauf liegt, einen Mord aufzudecken und sämtliche Beweggründe hinsichtlich des Tathergangs zu erklären. Ruskovichs Augenmerk liegt vielmehr auf der Gestaltung eines fesselnden psychologischen Dramas und der überzeugenden Beschreibung der komplizierten Gefühlswelten der Protagonisten. Aus verschiedenen Perspektiven nähert sich der Leser Jennys Tat an, ohne dabei eine definitive Antwort auf das „Warum“ des Mordes zu erhalten. Dabei gelingt es Ruskovich in ihrem einmalig lyrischen Stil, die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens herauszuarbeiten um auf diese Weise zu verdeutlichen, dass es für viele Lebenssituationen keine allgemeingültige Antwort gibt.