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Häuser aus Sand

Roman

Vor Jahren schon musste Salma ihre geliebte Heimat Jaffa verlassen. In Nablus hat sie mit ihrem Mann und ihren Kindern einen neuen Platz gefunden. Doch das Haus bleibt ihr stets fremd. Allein den Garten kann sie zu ihrem eigenen Reich machen, und unter ihren Händen wird er zu einem farbenfrohen Paradies. Ihre Tochter Alia dagegen fühlt sich mit dem Haus und Nablus so verbunden, wie Salma es mit Jaffa war. Doch der Kaffeesatz sagt auch Alia ein unruhiges und schwieriges Leben voraus. Salma verschweigt diesen Teil der Vorahnung und muss erleben, wie ihr Sohn ihr im Sechstagekrieg genommen wird und ihre Tochter nach Kuwait flieht. Alia hasst ihr neues, beengtes Leben und durchlebt, so wie ihre Mutter, nicht nur dieselbe Sehnsucht nach der Heimat, sondern auch den Widerstand ihrer Kinder gegen ihr Festhalten an den alten Regeln. Zwanzig Jahre später verlieren Alia und ihre Familie erneut ihr Zuhause und retten sich in alle Himmelsrichtungen: nach Boston, Paris, Beirut. Wieder einmal wird ihre Geschichte von anderen bestimmt und geschrieben. Erst als Alias Kinder in der Fremde auf einen Ort hoffen, der ihnen für immer bleibt, begreifen sie, dass die Überzeugungen ihrer Mutter deren einziger Halt in einer sich ständig ändernden Welt sind.
Rezension
»Ein grossartiger, unterhaltsamer und lehrreicher Familienroman.«
Meike Schnitzler, BRIGITTE

»›Häuser aus Sand‹ ist einer dieser Romane, die man schwer weglegen kann. Sehr lesenswert!«
Ita Niehaus, NDR

»Poesie pur.«
Barbara Meixner, BUCHMARKT

»Die Autorin vermittelt multiperspektivisch und detailreich viel von der Kultur, den Wunden und Sehnsüchten einer globalisierten Familie mit sehr unterschiedlichen Charakteren.«
Jeanette Villachica, WIENER ZEITUNG

»[…] so intensiv. Jedes Familienmitglied trägt eine Sehnsucht in sich.«
Lina Kokaly, RADIO BREMEN

»Hala Alyan, [...] beschreibt die Flucht, das Getriebensein, die Sehnsucht. Salma, die erste Protagonistin ihres Buches, und ihre Familie stehen in ihrer Vielfalt für das ganze palästinensische Volk. Radikale Kämpfer gibt es, überzeugte Modernisierer, Traditionalisten und Gottesfürchtige, starke Frauen, stolze Männer, Kinder einer neuen Generation, für die die Stationen der Flucht nur noch erzählte – und manchmal auch verschwiegene – Legenden sind.«
Lilian Astrid-Geese, NEUES DEUTSCHLAND

»Hala Alyan lässt den Leser teilhaben an einem Leben, das nicht nur aus Verlusten besteht, sondern auch aus vielen innigen […] Momenten.«
BRIGITTE WOMAN

»[Ein) Roman, der eindringlich und poetisch von einer Familie erzählt, die für das Schicksal unzähliger Menschen im Nahen Osten steht.«
Daniela Neuenfeld-Zvolsky, EKZ BIBLIOTHEKSSERVICE

»›Häuser aus Sand‹ ist nicht nur eine Geschichte der Flucht oder die einer Familie, sie ist poetisch, politisch und philosophisch zugleich.
Jonas Grabosch, GALORE

»Ein verstörendes, ein grossartiges Buch, das mit präziser Sprache fesselt. Ein leises Buch und doch gewaltig. Unbedingt lesen!«
Monika Schulte, MONIKASCHULTE.BLOGSPOT.COM

»Ein Roman, der von dem Verlust der Heimat, der Sehnsucht nach dem Vergangenen und dem Ankommen erzählt.«
Hauke Harder, LESESCHATZ.COM

»Es ist ein Buch gegen das Vergessen, ein Roman für mehr Verständnis.«
Diana Wieser, SCHREIBLUST-LESELUST.DE

»Hala Alyan hat einen einfühlsamen Roman über die Spätfolgen von Flucht und Vertreibung geschrieben.«
Dina Netz, WDR 5 Bücher
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.06.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783832189938
Verlag DuMont Buchverlag
Originaltitel Salt Houses
Dateigröße 1403 KB
Übersetzer Michaela Grabinger
eBook
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Fr. 13.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
53 Bewertungen
Übersicht
27
16
7
1
2

Über die Sehnsucht nach Wurzeln
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 17.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Roman beschreibt das Leben der palästinensischen Familie Yacoub über vier Generationen und in den vielen verschiedenen Stationen ihres Lebens. Als sie 1963 erstmalig aus Jaffa fliehen müssen, beginnt ihre Suche nach Sicherheit in ihrem Leben, immer in der Hoffnung auf die Rückkehr nach Palästina. Jordanien, Kuwait, Frankreic... Der Roman beschreibt das Leben der palästinensischen Familie Yacoub über vier Generationen und in den vielen verschiedenen Stationen ihres Lebens. Als sie 1963 erstmalig aus Jaffa fliehen müssen, beginnt ihre Suche nach Sicherheit in ihrem Leben, immer in der Hoffnung auf die Rückkehr nach Palästina. Jordanien, Kuwait, Frankreich, Amerika sind nur einige der Orte, an denen sich die Familie zerstreut. Da die Yacoubs zur privilegierten Schicht gehören, ist die Flucht nicht von Geldsorgen geprägt, es gelingt ihnen nicht nur, sich immer wieder ein Zuhause aufzubauen, sondern sehr lange haben sie die Hilfe von Hausangestellten. Dennoch bleibt immer wieder das Gefühl eines Verlustes – nämlich der Verlust der Heimat. Sehr einfühlsam erzählt der Roman abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder und in unterschiedlichen Zeiten wie ein Spotlight die Geschehnisse, die die Familie Yacoub prägt. Doch trotz des Generationenwandels bleibt das Thema Flucht und Vertreibung aktuell, der Verlust der Heimat wird „weitervererbt“. Der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis bildet dabei nur einen weitläufigen Rahmen, so bleibt der Ton der Erzählung sachlich, während untergründig die Emotionen aus der Sicht der palästinensischen Partei durchschimmern. Der Leser kann sich dabei sehr schnell mit den Akteuren der Erzählung identifizieren, man erfährt einiges über das bei uns doch eher unbekannte Alltagsleben im Nahen Osten und hier speziell aus der Sicht der Protagonisten. Auch wenn das Buch das Thema Flucht aufgreift und die damit zutiefst einhergehende Verwurzelung, bleibt der Schwerpunkt im Rahmen der Erfahrungen der Familie. Das war nicht immer ganz einfach zu lesen wegen der Zeitsprünge und der großen Anzahl an handelnden Personen, dennoch möchte ich es sehr gerne weiterempfehlen als wichtigen Beitrag zum Thema Wurzeln.

Entwurzelung
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch erzählt am Beispiel von Salma und ihrer Familie, welche Auswirkungen der Krieg auf den Zusammenhalt und die Entwicklung von Familienbanden hat. Denn der Kampf um Palästina und die dadurch erzwungene Flucht, das Zurücklassen der Habseligkeiten und die immense Hilflosigkeit bringen Salmas Kinder und die folgenden Gener... Dieses Buch erzählt am Beispiel von Salma und ihrer Familie, welche Auswirkungen der Krieg auf den Zusammenhalt und die Entwicklung von Familienbanden hat. Denn der Kampf um Palästina und die dadurch erzwungene Flucht, das Zurücklassen der Habseligkeiten und die immense Hilflosigkeit bringen Salmas Kinder und die folgenden Generationen dazu, sich voneinander zu entfernen, verschiedene Wege einzuschlagen, die sie voneinander wegführen. "Häuser aus Sand" ist insofern ein wirklich interessantes Buch, beleuchtet es doch die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern aus Sicht derjenigen, die unmittelbar darunter leiden, die diesen Krieg hautnah miterlebt haben. Gleichzeitig bleiben historische Informationen aber auch ziemlich blass und werden zugunsten von Gefühlen und dem persönlichen Empfinden der Figuren hintenan gestellt. Da die Geschichte vier Generationen dieser Familie beleuchtet, werden oft große Zeitsrpünge eingebaut, wodurch vieles im Ungewissen belassen wird, einiges muss man sich aus dem Kontext erschließen. Fazit: Die Geschichte ist gut geschrieben, leider trifft sie mich aber mehr im Kopf als im Herzen.

Lese-Highlight Herbst/ Winter 2018!
von einer Kundin/einem Kunden am 11.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieser Roman hebt sich deutlich ab vom Mainstream. Als LeserInnen tauchen wir ein in fremde Kulturen und exotische Länder. Das Debüt der palästinensisch-amerikanischen Autorin Hala Alyan beginnt 1963 in Jaffa. Sie erzählt die Familiengeschichte der Jakoubs über vier Generationen hinweg. Ihr aller Leben ist geprägt von ständiger... Dieser Roman hebt sich deutlich ab vom Mainstream. Als LeserInnen tauchen wir ein in fremde Kulturen und exotische Länder. Das Debüt der palästinensisch-amerikanischen Autorin Hala Alyan beginnt 1963 in Jaffa. Sie erzählt die Familiengeschichte der Jakoubs über vier Generationen hinweg. Ihr aller Leben ist geprägt von ständiger Flucht, von einer latenten Ruhelosigkeit, von der Hoffnung, endlich eine neue Heimat zu finden und der Sehnsucht nach Frieden. Ein Frieden, den sich viele heute wünschen und der, solange die Streitigkeiten am Gazastrafen nicht beigelegt werden, noch nicht in Sicht ist. Beeindruckend ist die eindringliche und zugleich sachliche Erzählweise, mit der es der Autorin mühelos gelingt, auch die innere Heimatlosigkeit spürbar zu machen. Sie öffnet differenzierte Perspektiven auf die fremde Kultur mit ihren Traditionen indem sie vielen Mitgliedern der Familie Jakoub eine Stimme gibt. Ein thematisch wie literarisch anspruchsvoller Roman, der angesichts der aktuellen Flüchtlingsthematik in Europa ein Weckruf zum richtigen Zeitpunkt ist und der nach der letzten Seite noch lange nachhallt. Ein Debüt, dem ich viele LeserInnen wünsche!